Deutsche Verlage bekennen sich zum elektronischen Buch - die Technik dafür ist reif und der Erfolg in den USA überzeugend.
(...) Was aber erwartet die Leser? Bücher werden auch von deutschen Verlagen längst nicht mehr in Blei gesetzt, sondern elektronisch verarbeitet, in aller Regel dienen Dateien im Dokumenten-Format PDF als Druckvorlage. Das aber könne nicht die Basis für elektronische Bücher werden, erklärt Mike Röttgen vom Technik-Dienstleister Arvato: "Oft haben nur die Druckereien die endgültigen PDF-Dateien." "Ein PDF ist noch lange kein E-Book", bestätigt Droemer-Knaur-Chef Müller.
(...) "Apple-Chef Steve Jobs könnte das iPhone morgen mit einem Software-Update zum E-Book machen", sagt Mohn.
Der Name Jobs fiel nicht ohne Grund mehrere Male auf dem Kongress. Ihm war es vor einigen Jahren als Außenstehendem gelungen, ein Geschäft an sich zu reißen, das die etablierte Branche zu lange gefürchtet hatte wie der Teufel das Weihwasser: Musik aus dem Internet.
Dass Apple mittlerweile nicht nur der größte Download-Laden Amerikas ist, sondern der größte Musikvertrieb weltweit, zeige, wie schnell und gründlich ein neuer Markt von einem großen Player dominiert werde, warnt Ronald Schild von Libreka: "Die Buchbranche muss den Markt selbst beackern, oder aber es gibt ein Duopol aus Amazon und Google."
Quelle: Von Helmut Martin-Jung,
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