Unter den unzähligen Services im Web gibt es nun einen neuen:
flattr
Ich kopiere hier einmal den Text von
bildblog.de, die haben sehr schön erklärt, worum es sich handelt.
Der für solche Internet-Angebote typisch vokalarme Begriff kommt vom englischen to flatter: schmeicheln. Hinter "Flattr" steht der Versuch, ein System zu entwickeln, mit dem Menschen Internet-Angebote, die ihnen gefallen, finanziell unterstützen können — ohne jedesmal die Kreditkarte zücken oder größere Geldbeträge ausgeben zu müssen. Das zentrale Prinzip ist die Freiwilligkeit: Die Angebote bleiben kostenlos und verschwinden nicht hinter sogenannten Bezahlschranken.
Und so funktioniert’s: Man meldet sich bei "Flattr" an und legt fest, wie viel Geld man im Monat für gute Online-Beiträge ausgeben möchte. (Zur Zeit ist das Angebot noch in einer Probephase, in der man eine Einladung braucht oder sich um eine Warteliste setzen lassen muss — das soll aber inzwischen schnell gehen.)
Dann klickt man jedesmal, wenn einem etwas gut gefällt und sich ein Flattr-Knopf in der Nähe befindet, darauf. Am Ende des Monats wird dann das Budget, das man selbst bestimmt hat, unter den Dingen aufgeteilt, die man geflattrt hat. Wenn jemand zum Beispiel einen Betrag von 10 Euro im Monat festgelegt hat und 100 Sachen flattrt, ist jeder dieser Klicks zehn Cent wert. Zehn Prozent des Betrages geht an "Flattr" selbst.
Hinter all dem steckt natürlich die Hoffnung, dass viele kleine und kleinste Spenden auf diese Weise nennenswerte Summen für Produzenten von guten und beliebten Inhalten ergeben.
In Deutschland testen außer einer Vielzahl großer und kleiner Blogs auch die Internetseiten der "taz" und der Wochenzeitung "Freitag" Flattr. Und nun auch wir.
Auf netzpolitik.org gab es auch ein interessantes
Interview mit dem Gründer von flattr. Ich finde das ganze aus verschiedenen Gründen sehr interessant. Zum einen werde ich mich wohl mit monatlich 5 oder 10 € beteiligen und diese dann fleißig verteilen, und zum anderen hatte ich in ein paar Wochen in den Semesterferien eigentlich vor gehabt, ein ähnliches Projekt ins Leben zu rufen. Zugegeben nicht ganz so professionell, aber mit einem sehr ähnlichem Ansatz.
Des weiteren bin ich einmal gespannt, wie sich das ganze entwickelt, und wie der Erfolg ist, auch bei größeren Seiten, wie beispielsweise die der erwähnten
taz. Mikropayment ist ein sehr progressives Bezahlmodell und hat gute Aussichten das zukünftige Geschäftsmodell im Internet zu werden. Die langsame Umstellungen von Verlagen, Zeitungen und anderen Online- Angeboten zu Paid- Content verursacht ja ständig Kontroversen und wird noch nicht so richtig akzeptiert - führt eher zu einer Einflussverkleinerung als zu Gewinnen.
Und … vielleicht ist es ja auch für Uniturm interessant.
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