Ich halte das ganze auch nicht für konstruktiv, aber …
Extreme sind meiner Meinung nach immer schlecht.
Weshalb? Natürlich ist der Begriff politisch negativ besetzt und es gibt viele schlechte Extreme. Aber auch eine Reihe von guten. Extremismus ist vor allein eines: konsequent. Und Konsequenz ist etwas Gutes und viel konstruktiver als ständiger Konsens und das Findes des kleinsten gmeinensamen Nenners – denn dieser ist in der Regel äußerst klein. Und deswegen geht in der Politik nix voran. Keine Radikalität, sondern totgelaberter Konsens.
Alles nicht im Sinne von links- oder rechtsextrem bzw. -radikal, wohlgemerkt!
Man würde mehr erreichen, wenn man die Leute dazu bewegen würde, den Konsum bzw. die Erwartungen herunterzuschrauben. Das heißt weniger Nachfrage weniger Mastbetriebe.
Und wie stellst du das an?
Kaum einer legt sich ja freiwillig mit dem Gesetz an. Das macht man als Ultima Ratio wenn man keine andere Möglichkeit mehr sieht. Und so geht es diesen Leuten wahrscheinlich. Wir haben seit 100 Jahren, mit der Industrialisierung, eine ständig stärker werdende Tierschutzbewegung. Mit welchem Erfolg?
Es gibt mehr Schlachtungen und Massentierhaltung als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Wir haben einen ständig steigenden durchschnittlichen Fleischkonsum – entgegen dem Wirken von Tierschützern, Ökologen und Ernährungsberatern. Und so weiter. Letztlich muss man alle Bemühungen der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung der letzten 100 Jahre als gescheitert und ergebnislos ansehen. Und deren Streben bestand vor allem daraus Leute zu überreden und zu einem bewussteren Konsum zu animieren. Aber damit wird man niemals das Ziel erreichen. Wenn sich nach 100 Jahren nichts getan hat, wird sich auch nach 200 Jahren nichts getan haben.
Neue Ideen braucht das Land.
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