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StudentInnen in der Stadt

Was ist Gerechtigkeit?

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1951
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Mo, 05.09.11 13:51
Trillian (Trier)
Jedem das, was ihm zusteht oder jedem zu gleichen Teilen?
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1951
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Mo, 05.09.11 16:29
Trillian (Trier)
Und bitte begründen ; )
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Do, 29.09.11 19:00
Anulu (Leipzig)
Gerechtigkeit ist der Abbau von Extremen. Es ist nicht gerecht, dass alle das gleiche haben, denn jeder leistet etwas anderes. Es ist auch nicht nötig, dass jeder das gleiche hat. Es ist allerdings gerecht, dass es auf der einen Seite keine Armut mehr gibt, sondern jeder genug hat, um "glücklich" zu leben, was auch immer das heißen mag. Auf der anderen Seite ist es gerecht, dass es keine Multi-Millionäre mehr gibt, die weitaus mehr haben als sie brauchen um "glücklich" zu leben.

Dies sind die beiden Prinipien, auf deren Grundlage man nicht gegen argumentieren kann. Denn wenn jemand sagt, er brauch 100 Millionen Euro um glücklich zu sein, dann steht das im Widerspruch zum ersten Prinzip, da es Menschen gibt, die zu wenig haben. So lange das der Fall ist, kann ein wohlhabender Mensch nicht wahrhaftig begründen, für sich selber Geld zu horten.

Allerdings muss man dazu erst einmal anerkennen, dass die Menschheit wie ein Körper funktioniert, in dem jedes Glied vom Schicksal des anderen Gliedes abhängig ist.
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Mi, 05.10.11 18:24
alexh86 (Braunschweig)
aber wenn jemand nichts leistet, weil er faul ist, kann es doch nicht gerecht sein, wenn er vom Staat Geld bekommt?!
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Mi, 05.10.11 18:27
alexh86 (Braunschweig)
sorry irgendwie war da nen Fehler, kann sein das mein Post jetzt 2mal zu sehen ist
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Fr, 07.10.11 14:30
naraesk (Leipzig)
Dem würde ich widersprechen wollen. Jeder Mensch hat das Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Und in einer kapitalistischen Gesellschaft ist dies ohne Geld nicht möglich. Wenn man behauptet, dass manche dies nicht verdient haben (weil sie faul sind) behauptet man gleichzeitig, dass es Menschen gibt, die kein menschenwürdiges Leben verdient haben. Das wird treffenderweise mit Sozialdarwinismus bezeichnit und ist Rechts-Populismus.

Ein weiteres Problem ist, dass das Kriterium ob man Hilfe verdient oder nicht, vollkommen willkürlich festlegt ist. Bei dir ist das offenbar "arbeitet" vs "arbeitet nicht" bzw. "will arbeiten" vs. "will nicht arbeiten". Viele arbeitende Menschen schaden der Gesellschaft. Aufgrund ihrer Lebensweise oder ihres Berufs. Man muss nur in einer Branche arbeiten, die zum Beispiel eine hohe Umweltbelastung mit sich bringt. Um dies auszugleichen oder abzuschwächen werden Steuergelder aufgewendet. Der Arbeiter, welcher der Gesellschaft Kosten verursacht und ihr somit schadet, wird aber als ordentliches Mitglied der Gesellschaft betrachtet. Derjenige, der Nichts macht (und somit auch keinen Schaden), gilt dagegen als asozial. Es liegt auf der Hand, dass dies unsinnig ist.
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