Gerechtigkeit ist der Abbau von Extremen. Es ist nicht gerecht, dass alle das gleiche haben, denn jeder leistet etwas anderes. Es ist auch nicht nötig, dass jeder das gleiche hat. Es ist allerdings gerecht, dass es auf der einen Seite keine Armut mehr gibt, sondern jeder genug hat, um "glücklich" zu leben, was auch immer das heißen mag. Auf der anderen Seite ist es gerecht, dass es keine Multi-Millionäre mehr gibt, die weitaus mehr haben als sie brauchen um "glücklich" zu leben.
Dies sind die beiden Prinipien, auf deren Grundlage man nicht gegen argumentieren kann. Denn wenn jemand sagt, er brauch 100 Millionen Euro um glücklich zu sein, dann steht das im Widerspruch zum ersten Prinzip, da es Menschen gibt, die zu wenig haben. So lange das der Fall ist, kann ein wohlhabender Mensch nicht wahrhaftig begründen, für sich selber Geld zu horten.
Allerdings muss man dazu erst einmal anerkennen, dass die Menschheit wie ein Körper funktioniert, in dem jedes Glied vom Schicksal des anderen Gliedes abhängig ist.
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