Wir haben bei unseren Freunden vom Bewerberblog einen netten Artikel gelesen, dessen Message wir euch nicht vorenthalten wollen. Er bezieht sich auf einen Dialog aus dem Film 13 Semester.Wer kennt diesen Spruch nicht? In einer der ersten Vorlesungen fliegt einem dieser nette Aufmunterer um die Ohren: "Schauen sie doch mal links und dann nach rechts. Rein statistisch gesehen, werden sie diese beiden Kommilitonen später bei der Abschlußprüfung NICHT Wiedersehen." Die Reaktionen sind unterschiedlich: Gleichgültigkeit, Trotz, Verwunderung oder gar Entsetzen. Ebenso unterschiedlich ist die Langlebigkeit dieser Information hinter den jeweiligen Ohren der Empfänger. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem man dann zurückschaut und nochmal im Hörsaal durchzählen müsste.
Moritz macht sein Studium eher nebenbei - Hauptattraktion im Leben sind die Parties und seine Freundin. Kurz nach dem Vordiplom (ich glaube man musste eine Zeit nehmen in der es noch ein Diplom, einen selbst bestimmten Stundenplan und mehr Freizeit gab) zog es ihn sogar im Studium nach Down Under. Irgendwann, mit fortschreitender Semesterzahl wird ihm auf einmal der Ernst des Lebens bewusst. Am tiefsten Punkt des Tales angekommen, schildert er seinem Studienfreund Dirk die Zeit an der Uni wie folgt:
“…Ich wollte studieren - das weißte ja. Und ich fahr einfach mal drauf los. Kleine Straßen. Ganz ohne Druck. Und ich fahr - hey - ich kann ja jederzeit wieder umdrehen. Und schwupps bin ich auf der Autobahn - umdrehen unmöglich. Alles rast an mir vorbei, alles drängelt. Und plötzlich hab ich n paar tausend Kilometer aufm Tacho. Und steh im Stau. Über ein Jahr. Irgendwann hab ich auch keinen Nerv mehr mit diesen ganzen anderen Deppen da rum zu stehen. Also, ich nehm die nächste Ausfahrt - Befreiung. Ich fahr und fahr. Und jetzt steh ich mitten in der Pampa - völlig orientierungslos und weiß einfach nicht, was ich machen soll. Und ich hab auch Angst wieder zurückzufahren auf die Autobahn. Aus Angst, festzustellen, dass ich 5 Jahre in die falsche Richtung gefahren bin. Das kann doch nicht sein. Ich bin doch nicht bescheuert…”
Dirk sackte sein Diplom innerhalb der Regelstudienzeit ein und war somit viel früher fertig als Moritz. Ob Freibad oder Park, das Lernen kam immer an erster Stelle. Keine Partys, keine Ablenkung - die Lerngruppe hatte höchste Priorität. Folgendes sagte Dirk zu Moritz:
“Also, ich bin mit 200 Sachen auf der Überholspur lang gerast, ja. Immer Blinker links, Lichthupe rechts, stur gerade aus. Und irgendwann frag ich mich auch: Warum biste denn nicht mal ausgestiegen und hast dir die Gegend angeschaut?”
Sag mal, wie fährst du eigentlich durch die Uni????
Auch hier gilt wohl die Balance zwischen Freizeit und Lernen zu finden. Fahre zügig, rase nicht, aber schleiche auch nicht. Mach viele Kilometer aber vergiss die Pausen zur Erholung nicht.





