Apps im Studium: Lernen der Zukunft?

Apps im Studium: Lernen der Zukunft? Der Professor redet und redet, das Thema wird aber nicht spannender und so richtig kommt auch keiner mehr mit. Normalerweise ist hier für einige Studenten der Zeitpunkt gekommen, resigniert die Emails zu checken und bei Facebook vorbeizuschauen.

Doch stattdessen bekommt der Professor eine Nachricht aufs Smartphone, macht die verbale Rolle rückwärts und geht das Thema noch einmal an – vom Studenten ferngesteuert, eine App macht’s möglich. Was abgehoben klingt, funktioniert tatsächlich. Und es ist nur eine – sehr abenteuerliche – Möglichkeit, das Smartphone im Studium sinnvoll zu nutzen.

Uni-App, Lern-App, Bibo-App

Wie in unserem Artikel "Die besten Apps für Studenten" bereits angedeutet, gibt es für wirklich alles eine App. Und auch wenn die Hochschulen zuerst etwas hinterher hinkten und die ersten auf Studenten zugeschnittenen Apps von den Studenten selbst kamen, so kommt doch langsam Bewegung in die Hochschulen.

Ob TU Ilmenau, FH Dortmund oder Uni Hamburg – immer öfter haben Hochschulen eigens entwickelte Apps im Programm.

Die App der Uni Mannheim zum Beispiel bietet das Rundum-Sorglos-Paket für seine Studenten. Campusnews, Mensaplan oder Bibliotheksrecherche – gerade Erstis haben hier eine gute Möglichkeit, sich schnell zurechtzufinden. Das findet ihr zwar längst noch nicht an allen Hochschulen, aber es werden stetig mehr und da wir uns hier noch weitgehend auf Neuland bewegen, dürften sie auch stetig besser werden.

Aber Apps können noch mehr als nur Informationen geben, ihr könnt sie auch tatsächlich zum Arbeiten benutzen. Evernote ersetzt zum Beispiel Block und Stift und kann sogar Audionotizen abspeichern – Vorlesung noch einmal nachhören leicht gemacht. Die App von dict.cc hilft, wenn man in der englischen Vorlesung mal wieder nur railroad station versteht.

Auch darüber hinaus sind Tablet oder Laptop längst vollwertige Arbeitsutensilien im Studium. Nicht nur in der Informatikvorlesung sind Block und Stift auf dem Rückzug. Wer sich’s ganz einfach machen möchte, der fotografiert mit dem Handy die Tafel ab und setzt sich in der Nacharbeitung der Vorlesung intensiver mit dem Geschriebenen auseinander.

Das hat den Vorteil, dass man dem Dozenten konzentrierter zuhören kann, da man nicht die ganze Zeit mit Notizen beschäftigt ist. Das zugehörige Skript lädt man sich passenderweise als eBook herunter (und natürlich bei Uniturm.de hoch :-D) und kann dann entspannt im Park lernen, ohne seinen 500 Seiten starken Reader mitzuschleppen. Auch das funktioniert noch nicht überall, ist aber längst keine Zukunftsmusik mehr.

Für Mathematik-Studenten sollte unterdessen die PhotoMath app besonders interessant sein. Mit dieser könnt ihr eure Matheaufgaben mit der Kamera einscannen und innerhalb weniger Sekunden habt ihr die korrekte Lösung für alle komplizierten Rechnungen. Praktisch, oder?

Auch jedes zweite Online-Portal reagiert mit einer App mittlerweile auf den Wunsch nach Mobilität bei den Usern. Unsere Freunde von Lecturio bieten zum Beispiel ebenfalls eine App an. Die ist kostenlos und bringt das Lecturio-Angebot auf Smartphone und Tablet und ist auf Mobilität optimiert. So könnt ihr die lange Bahnfahrt wirklich mal sinnvoll nutzen.

Fazit: Die neue Technik macht auch vor den Hochschulen nicht halt. Das kann man problematisch finden, weil das Ablenkungspotenzial gestiegen ist oder weil man einfach viel lieber altmodisch mit Stift und Papier arbeitet. Das kann man aber auch begrüßen, weil es das Studium vereinfacht, weil es Kosten und Wege spart und weil es, richtig eingesetzt, eine sinnvolle Ergänzung bei der Stoffvermittlung sein kann.

Bildquelle: Vielen Dank an kaboompics für das Bild (© kaboompics/www.pixabay.de).

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Kommentare

Userbild von applecake
21. Juli 2016 · 11:17 Uhr
applecake
Die App "Phase6" bietet sich auch sehr gut an, um Vokabeln oder Fachbegriffe zu lernen. Sie basiert auf dem Karteikastenprinzip und frägt automatisch in bestimmten Intervallen die Lerninhalte ab. Hat mir in meinem Englisch und Geschichte-Studium sehr geholfen, ich kann sie nur weiter empfehlen. Sie ist außerdem kostenlos, nur wer gerne die cloud-Option hätte, um die Lerninhalte auf andere Geräte (Tablet etc.) zu synchronisieren, muss die Premium-Version kaufen. :-)
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