Generation Y: Was erwarten Berufseinsteiger heute wirklich vom Arbeitgeber?

Generation Y: Was erwarten Berufseinsteiger heute wirklich vom Arbeitgeber? Geld, Geld, Geld, früher drehte es sich bei der Jobsuche größtenteils um das Gehalt. Mittlerweile haben sich die Erwartungen an den Arbeitgeber jedoch deutlich gewandelt. Stand bisher das Gehalt an erster Stelle der Wunschliste, sind es nun Faktoren wie ein angenehmes Betriebsklima oder ein vielschichtiger Aufgabenbereich. Gerade für Studenten ergeben sich interessante Perspektiven.

Flexibler Arbeitsplatz oder ein hohes Einkommen?


Unabhängig von der Antwort hat sich in den letzten 10 Jahren vieles getan, wie die Auswertung der empirischen Studie „Bewerbungspraxis 2015“ der Universität Bamberg offenlegt. Im Jahr 2004 achteten Berufseinsteiger vor allem auf das Gehalt und den Inhalt ihrer Tätigkeit. Zehn Jahre später ist die Generation Y an der Reihe, also alle Personen, die zwischen 1980 und 1995 geboren sind. Das Einkommen spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Statt ehemals 64 Prozent legen nur noch 50 Prozent aller Befragten vornehmlich Wert auf ein beeindruckendes Gehalt.

Generation Y verändert Unternehmen


Die Unternehmen müssen also mit anderen Dingen punkten. Einen besonders hohen Wert legen Berufseinsteiger auf das Betriebsklima. 94,3 Prozent der Befragten wünschen sich eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Mit einem guten sozialen Klima steigt das Wohlbefinden. Wenn der Job Spaß macht und die Mitarbeiter Teamgeist zeigen, dann steigert das nicht nur die psychische Gesundheit, sondern auch die Produktivität jedes einzelnen. Davon profitiert natürlich auch der Arbeitgeber.

Mittlerweile haben die meisten Unternehmen ebendiese Entwicklung erkannt und entwickeln ihr individuelles Employer Branding. Hierbei geht es konkret darum, sich durch klar definierte Betriebskultur von anderen Arbeitgebern abzusetzen. Das Unternehmen versucht sozusagen sich selbst als Marke zu definieren, die bestmöglich an potentielle Arbeitnehmer verkauft wird.

Im Zuge dessen entwickelte sich der Beruf des „Feel Good Managers“. Gerade junge Firmen oder Startup-Unternehmen wie Spreadshirt oder Google setzen auf den Wohlfühlfaktor, um ihre Mitarbeiter zu binden und gezielt Fachkräfte anzulocken. Kicker, Entspannungsraum, Teamausflüge oder kostenlose Mittagsverpflegung – welche Aktionen die Feel Good Manager sich auch immer ausdenken, sie dienen der allgemeinen Zufriedenheit der Mitarbeiter und fördern den Zusammenhalt. Das erhöht die Produktivität und vor allem die Attraktivität der Firma.

Doch auch ohne Feel Good Manager setzen Unternehmen auf verschiedene Art und Weise auf ein gutes Arbeitsklima. Während man in einem Start-Up wenig Wert auf Business-Kleidung legt und man durchweg per Du ist, versuchen traditionelle Familienunternehmen ihren Fokus eher auf Aspekte wie Vereinbarkeit von Familie und Job zu legen.

Der perfekte Arbeitgeber


Doch ein positives soziales Arbeitsklima allein ist nicht ausreichend. Immer mehr Studienabsolventen möchten ihre Berufung zum Beruf machen.

Die Generation Y sucht einen Job, der Zufriedenheit bringt und Karrieremöglichkeiten bietet. Berufseinsteiger von heute möchten flexibel bleiben und nicht 30 bis 40 Jahre im gleichen Job stecken bleiben. Für kaum einen ist der erste Job ein Job für die Ewigkeit. Zuweilen steht die persönliche Weiterentwicklung mehr im Vordergrund als eine dauerhafte Bindung an ein Unternehmen. Selbstverwirklichung wiegt für die Generation Y zunehmend mehr als Sicherheit.

Ob hippes Start-Up Unternehmen oder traditioneller Familienbetrieb, die Vielzahl an Wahlmöglichkeiten ist groß. Da macht es Sinn sich über Jobbörsen wie jozoo.de erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Hier kannst du nach konkreten Stellen Ausschau halten und die Angebote der Arbeitgeber mit deinen persönlichen Anforderungen an deinen zukünftigen Job vergleichen.

Die Qual der Wahl


Wichtig ist, dass du vorab deine Ziele feststeckst. Bist du eher ein Arbeitstier und kannst kaum darauf warten dich im Job zu verwirklichen? Bist du stattdessen eher der Typ für eine längerfristige Bindung und suchst ein Unternehmen, in dem du auf Dauer sein kannst? Oder aber ist die Arbeit eher Mittel zum Zweck und dein soziales Leben nebenher trägt den größeren Stellenwert? Sollte dies der Fall sein, wäre es wichtig vorab zu checken, ob flexible Arbeitszeiten möglich sind. Hinzu kommt, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei vielen eines der Top-Kriterien bei der Jobsuche sind.

Ob Teil der Generation Y oder nicht, bevor du in aller Eile eine Bewerbung verfasst, solltest du dir im Klaren darüber werden welchen Stellenwert die einzelnen Komponenten für dich persönlich haben. Grundsätzlich ist ein gutes soziales Klima im Unternehmen das A und O, denn als Alleingänger kommt man selten weit. Wenn die Kollegen stimmen und die Zusammenarbeit wie am Schnürchen läuft, dann rückt der Stress viel schneller in weite Ferne.

Fazit: Lass dich also nicht einfach von dem Employer Branding blenden, sondern wähle deinen potentiellen Arbeitgeber bewusst aus.

Bildquelle: Vielen Dank an geralt für das Bild (© geralt/www.pixabay.com).

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