Mit Vollgas in die Führungsposition Aufgaben und Herausforderungen

Mit Vollgas in die Führungsposition Aufgaben und Herausforderungen Egal, ob nach dem Studium die steile Karriere geplant ist, das eigene Unternehmen aus dem Boden gestampft werden soll oder ob der derzeitige Chef einen Nachfolger sucht, als Führungsperson ist insbesondere Vielseitigkeit gefragt.

Einer für alles - die Aufgaben einer Führungsperson
Als Verantwortlicher eines Unternehmens gibt es drei große Bereiche, die einem unterliegen und die geführt und organisiert werden müssen. Es beginnt bei einem selbst, um nach außen hin einen ernstzunehmenden wie auch authentischen Partner darzustellen, der Unternehmenswerte kommunizieren kann, geht über die Führung aller Mitarbeiter und beinhaltet natürlich auch die gesamte Organisation der Geschäftsbereiche.

• Methodische Kompetenz / Organisationsführung
Zur eigentlichen Unternehmensführung gehört in erster Linie das Setzen der Rahmenbedingungen. Hierzu müssen Entscheidungen getroffen, Strukturen und feste Abläufe eingeführt, sowie Spielregeln aufgestellt werden. Gleichzeitig werden vorhandene Ressourcen bestmöglich eingesetzt.

Auch wenn dieses zum Teil delegiert werden kann, obliegt es der Führungsperson, Bestehendes immer wieder zu hinterfragen und zu optimieren. Damit dies gelingt, wird die Fähigkeit benötigt, Entscheidungen leicht und wenn nötig auch schnell zu treffen. Nicht jeder ist dazu geschaffen, ein Unternehmen zu führen. Ob das für einen selbst zutrifft kann hier herausgefunden werden.

Neben den Strukturen gehört auch die Gewährleistung einer angemessenen Arbeitsatmosphäre dazu, die Verantwortung dafür, dass allen die benötigten Arbeitsmittel zur Verfügung stehen und die personellen Ressourcen angemessen eingesetzt werden.

Veränderungen in bereits bestehenden Unternehmen, die übernommen werden, möchten von Vielen schnell umgesetzt werden. So liegt es in der Natur des Menschen, sich gegen Neues zunächst aufzulehnen, vor allem dann, wenn das Bisherige reibungslos lief. Veränderungen sollten deshalb nur in kleinsten Schritten durchgesetzt werden. In die entsprechenden Entscheidungen werden die Mitarbeiter im besten Fall miteinbezogen und werden so auch von ihnen mitgetragen.

Insbesondere, wenn es sich nicht um das eigene Unternehmen handelt, sondern um eine Position, die weiteren Vorgesetzten unterliegt, ist Feingefühl nötig. Es müssen Erwartungen anderer erfüllt werden, die es nötig machen, diese weiter zu kommunizieren.

• Soziale Kompetenzen / Mitarbeiterführung
Das Thema Mitarbeiterführung füllt viele Bücher. Jeder weiß es besser und hält den eigenen Stil für den besten. Doch noch wichtiger als der Führungsstil sind die sozialen Fähigkeiten der führenden Person. Niemand arbeitet gern für jemanden, den er unsympathisch findet.

Auch eine gewisse „Lebensqualität“ der Mitarbeiter im Unternehmen ist mitverantwortlich für den Unternehmenserfolg. denn nur wenn ihre Bedürfnisse zum großen Teil erfüllt werden, fühlen sie sich mit dem Unternehmen verbunden und zeigen Leistungsbereitschaft.

Neben dem Wunsch, Miete und Essen bezahlen zu können, hat jeder Mensch ein mehr oder weniger großes Bedürfnis nach Sicherheit. Wer auf einem kippeligen Stuhl sitzt und jederzeit Angst haben muss, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, fühlt sich weder wohl, noch zeigt er volle Leistung. Auch das soziale Miteinander ist wichtig, wie auch die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.

All diese Bedürfnisse wollen zumindest grundlegend erfüllt werden, um die Leistungskurve hoch zu halten und um ein Abwandern zu verhindern. Der derzeitige Fachkräftemangel vieler Branchen schafft eine Konkurrenzsituation zwischen Unternehmen, die um die besten Mitarbeiter kämpfen. Arbeitnehmern wird es einfach gemacht, den Arbeitsplatz bei Nichtgefallen zu wechseln.

Ein Vorgesetzter ist deshalb in einem gewissen Rahmen auch für seine Mitarbeiter verantwortlich. Er trifft nicht nur Entscheidungen als Chef, sondern ist zugleich Moderator, Mediator, Personalentwickler und vieles mehr.

Der Umgang miteinander sollte von Respekt, Toleranz, Vertrauen und Wertschätzung geprägt sein. Dazu kommt ein durchdachtes Gesundheitsmanagement, das sicherlich nicht schon bei Start-Ups Anwendung finden muss, doch mit dem Einstellen der ersten Mitarbeiter berücksichtigt werden sollte. Weitere Informationen bietet der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. / Berufsverband Deutscher Arbeitsmediziner e.V. in einem Leitfaden für Betriebsärzte und Führungskräfte.

Stressbedingte Krankheitsausfälle sind so häufig wie nie zuvor. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist deshalb nicht nur in körperlich anstrengenden Berufen sinnvoll. Um den Krankenstand innerhalb des Unternehmens so niedrig wie möglich zu halten, bieten Krankenkassen inzwischen ihre Unterstützung bei der Umsetzung von diversen gesundheitsförderlichen Programmen an.

Nicht zuletzt obliegt es einem Vorgesetzten auch, seine Unterstellten zu motivieren. Dazu benötigt es nicht ständigen Zuspruch und das Feiern kleinster Leistungen, sondern die eigene Begeisterung für die Unternehmensziele, die Mitarbeiter mitziehen kann.

• Persönliche Kompetenz / Selbst-Führung
Ein Vorgesetzter ist im Optimalfall Vorbild und Ideal. Niemand nimmt einen Chef ernst, der selbst gravierende Lücken im Selbstmanagement hat. Zeit- und Selbstmanagement sind die Grundlagen der Selbst-Führung. Doch auch die eigene Kommunikation sowie die Selbstreflexion gehören dazu. Wer nicht mit Menschen kann, wird keine Mitarbeiter erfolgreich führen können.

Fachleute sprechen von mehreren Dimensionen der Selbstführung, der körperlichen, kognitiven, verhaltensbezogenen sowie emotionalen Selbstführung. Sich mit diesem Thema zu beschäftigen, lohnt sich nicht nur für Führungskräfte. Tiefergehende Informationen gibt es auf diesem Blog.

• Fachliche Kompetenz / Fachwissen
Frisch von der Uni mangelt es oft noch an Berufserfahrung. Das Wissen liegt überwiegend in theoretischer Form bereit. Die Berufserfahrung fehlt vielen jedoch noch.

Wer ein bestehendes Unternehmen übernimmt, wird deshalb mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit mit Mitarbeitern zu tun haben, die sehr viel mehr Berufserfahrung vorweisen können. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Wer andere Kompetenzen zeigt, die sich in seinem Umgang mit den Mitarbeitern spiegeln, wird von dem Fachwissen profitieren können und keine Probleme damit haben, als Vorgesetzter akzeptiert zu werden.

Wer aber Defizite innerhalb der sozialen Kompetenz hat, wird möglicherweise auf Abwehr bei den Mitarbeitern stoßen. Diesem Problem kann jedoch durch gezielte Vorbereitung in Form von Weiterbildungen bei Instituten wie Poko und durch eine gute Einarbeitung von seitens des Vorgängers vorgebeugt werden.

Nebenberuf Chef?
Die Führung eines Unternehmens kann niemals eine Aufgabe sein, die neben der regulären Arbeit durchführbar ist. Lediglich als Gründer ist es oft notwendig, zunächst den Großteil aller Aufgaben zu übernehmen bis erste Gewinne erzielt werden. Spätestens dann sollten Aufgaben an andere delegiert werden, denn anderenfalls wird auf Dauer die Unternehmensleistung darunter leiden.

Als Führungsperson ist es wichtig, sich auf seine Hauptaufgabe zu konzentrieren. Das ist die Führung eines Unternehmens.

Bildquelle: Vielen Dank an Unsplash (CC0 1.0) für das Bild (pixabay.com © Unsplash (CC0 1.0)).
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