O’zapft is - Kurioses um das Oktoberfest

O’zapft is - Kurioses um das Oktoberfest Heute punkt 12 Uhr wird Münchens Oberbürgermeister Christian Ude im Schottenhamel das erste Bierfass des Oktoberfestes 2011 anstechen. Mit dem obligatorischen „O’zapft is“, gilt die fünfte Jahreszeit der Münchener offiziell als eröffnet und millionen Besucher strömen wieder zur Theresienwiese, um zwei Wochen lang „a mords gaudi“ zu haben. Die wissenswertesten Facts und Kuriositäten zur Wiesn:

• Das erste Oktoberfest fand 1810 statt. Anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen veranstaltete das gehobene Bürgertum ein Pferderennen vor den Toren Münchens. Zu Ehren der Braut wurde das Areal „Theresienwiese“ genannt, wo fortan fast durchgängig jährlich ein großes Volksfest veranstaltet wurde. Die Tradition des Fassanstichs durch den Münchener Oberbürgermeister gibt es hingegen erst seit 1950. Den Rekord hält hier der derzeitige Münchener OB Christian Ude mit nur 2 Schlägen. 1950 brauchte der damalige OB Thomas Wimmer hingegen ganze 19 Versuche, bis der Gerstensaft endlich floß.

• „Oana geht no, oana geht oiwei! O Maß geht no, oane geht no neih!“ Wenn der Anstich erst mal geschafft ist, läuft das Bier zwei Wochen lang in Strömen. Jährlich werden ca. 60.000 Hektoliter Bier und mehr als 500.000 Brathendeln auf der Wiesn verkauft.

• Mehr als 1600 Kellnerinnen arbeiten dieses Jahr auf dem Oktoberfest. Geübte Schankkellner brauchen zum Teil nur 1,5 Sekunden, um einen Maßkrug zu füllen. Vielleicht geht’s auch deshalb so schnell, weil fast jedes Maß schlecht gefüllt wird. Behördlich ist sogar ein Unterschank von 0,1 Liter erlaubt. Dagegen wehrt sich der "Verein gegen betrügerisches Einschenken", der vorrechnet, dass bei einem Maßpreis von ca. 9 Euro ein Unterschank von 0,1 Liter 90 Cent wert ist. Das ergibt bei sechs Millionen getrunkenen Maß auf der Wiesn einen ergaunerten Gewinn von unglaublichen 5,4 Millionen Euro!

• Anita Schwarz aus Oberbayern hält den Rekord im Maßkrugtragen. Ganze 19 Maß Bier kann sie 40 Metern weit tragen und auch wieder sicher abstellen, ohne dabei auch nur einen einzigen Tropfen Gerstensaft zu verschütten. Ja, do legst di nieda!

• 14 große und 21 kleine Zelte sowie mehr als 200 Schaustellerbetriebe vergnügen dir dieses Jahr die Zeit auf der Wiesn. Die beliebtesten Fahrgeschäfte sind das Riesenrad, das Rundkarussell Krinoline, die Turmrutsche Tobbogan, das Teufelsrad und der Olympia Looping, die größte mobile Achterbahn der Welt.

• Die Warteschlangen vor den Toiletten der Wiesn waren in den vergangenen Jahren z.T. schon so lang, dass sie von der Polizei geregelt werden mussten. Das lag auch daran, dass viele Besucher den Bieselgang mit einem ausführlichen Telefongespräch mit den lieben Daheimgebliebenen verbunden haben. Jenes versuchte man zuletzt –mit mäßigem Erfolg- durch Verbotsschilder zu unterbinden.

• Gscheid Promisgucken kannst du vor allem im Hippodrom oder im Käfer-Zelt, denn hier vergnügt sich die Münchener High Society bei Maß, Brezn und Weißwurst. Von den bis zu 10.000 Plätzen je Festzelt darf übrigens nur ein bestimmter Teil vorher reserviert werden, so dass du mit ein bisschen Glück trotzdem spontan in eines der Zelte kommen kannst. Also „hock di hera, dann samma mehra.“ Das letzte Bier wird um 22.30 Uhr ausgeschenkt, die Festzelte selbst schließen um 23.30 Uhr. Danach kannst du wenn du willst (und dazu noch in der Lage bist) bei der After Wiesn in den Münchener Nachtclubs noch bis zum Umfallen Partymachen.

• Der wohl berühmteste Hilfsarbeiter auf dem Oktoberfest war Albert Einstein, der als Aushilfe im familieneigenen Elektrobetrieb im Schottenhamel-Zelt einst die Glühlampen eindrehte.

• Die kuriosesten Fundstücke der letzten Wiesnjahre: Mit Ausnahme von 2008 wurde bislang jedes Jahr ein Gebiss beim Wiesn-Fundbüro abgegeben. Aber auch Toaster, Skistiefel , Kaninchen, Tuba, Lederpeitsche und Mops wurden schon neben unzähligen Schlüsseln und Geldbörsen gefunden. Was man nicht so alles auf der Wiesn dabei hat…

TIPP: Alle Leipziger aufgepasst: am Donnerstag, den 29.09.2011, fahrt ihr für schlappe 39 Euro auf die Wiesn. Treffpunkt ist 6 Uhr morgens in der Goethestraße (schräg gegenüber vom Studentenwerk) und um 6.30 Uhr startet dann der Bus Richtung München. Gegen Mittag sollte die Theresienwiese erreicht werden, so dass Ihr genügend Zeit habt, die Fahrgeschäfte, Attraktionen und Festzelte unsicher zu machen. Um 22 Uhr geht es dann wieder Richtung Leipzig.

Fazit: Jeder sollte mal hier gewesen sein. „Back mas“ - ab in Lederhose und Dirndl und dann geht’s zünftig auf de Wiesn.

Bildquelle: Vielen Dank an stux für das Bild (© stux/www.pixabay.com).

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Kommentare

Userbild von Julchen2211
21. September 2011 · 10:47 Uhr
julchen2211
Bisher leider nur mal ganz kurz und das Wetter war auch ganz schlecht an dem Tag. :-( Aber so ein ausgiebiger Wiesn-Besuch ist auf jeden Fall für die Zukunft noch mal vorgesehen. :-D
Userbild von Trillian
18. September 2011 · 10:30 Uhr
trillian
Ist mir zu teuer, würd aber gern mal zu den Cannstadter Wasen : ) die sollen nicht ganz so überlaufen aber genauso gut sein.

War vom Team denn schon mal jemand aufm Oktoberfest?
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