Kuriositäten um Ostern

Kuriositäten um Ostern An Ostern feiert das Christentum alljährlich die Auferstehung von Jesus Christus, der laut Neuem Testament am Ostersonntag als Sohn von Gott den Tod überwand. In fast allen Regionen der Welt wird Ostern gefeiert, doch überall auf unterschiedliche, teils auch merkwürdig anmutende Art und Weise.

Wir haben dir die kuriosesten Fakten und Bräuche rund ums Osterfest aufgelistet:

- Laut Umfrage sind 3% der 20-29-jährigen Deutschen der Meinung, Jesus hätte zu Ostern geheiratet, 15 % vermuten, dass wir an Ostern die Geburt Jesus feiern. Doch keine Sorge, die Briten sind nicht besser, von denen ca. 50% keinen Zusammenhang zwischen Ostern und der Auferstehung von Jesus herstellen konnten.

- Bei uns hat sich der Osterhase als Eierbringer weitgehend durchgesetzt. Kein Wunder, genügend potentielle Eierboten gibt es ja: allein geschätzte 4 Millionen Feldhasen hoppeln in Deutschland durch die Gegend. Doch der eierbringende Hase ist keineswegs überall selbstverständlich: so kommen die Ostereier in Tirol von der Osterhenne, in Schweden vom Osterküken und in Barbados vom Osterfisch.

- Apropos Fisch: Der einzige Hase, der zu Ostern tatsächlich Eier legt, lebt im Wattenmeer. Tausende Seehasen (Cyclopterus lumpus) laichen in der Osterzeit vor der deutschen Nordseeküste ab. Ob deren Eier aber wirklich bunt sind, ist nicht bekannt.

- Bei einer Umfrage wählten 53 % der deutschen Männer Bugs Bunny zu ihrem liebsten Fernsehhasen. Den 2. Platz belegte der Duracell-Hase (11%), dicht gefolgt von Bambis bestem Freund Klopfer auf dem Bronzetreppchen (10 %).

- Jeder Deutsche isst im Durchschnitt 205 Eier pro Jahr, also ungefähr 4 Eier pro Woche. In der Osterwoche werden im Schnitt 3 Eier mehr schnabuliert. Ein hart gekochtes Osterei hat 84 Kalorien, ein Nougat-Schokoladenei bringt es auf 80 Kalorien.

- Verlobte sammeln in Australien an Ostern fließendes Wasser und bewahren dieses bis zur Hochzeit auf. Am Hochzeitstag bespritzen sie sich dann mit dem Wasser, was der Ehe stetiges Glück verleihen soll. Übrigens: da in Australien Kaninchen und Hasen als weidlandfressende Plage verpönt sind, gibt es statt dem Osterhasen den Osterbilby. Der Bilby ist ein kleines hasenähnliches Beuteltier, das als Hauptopfer der Hoppel-Invasion gilt, die Ende des 18. Jahrhunderts mit europäischen Siedlern nach Down Under kam.

- Das teuerste Osterei schenkte der russische Zar Alexander III. seiner Frau Maria Feodorowna. Es wurde vom russischen Goldschmied Carl Peter Fabergé gefertigt und bestand aus purem Gold. Im Inneren brütete eine Goldhenne mit Augen aus Rubinen. Das Kunstwerk kostete den Zaren umgerechnet etwa 500.000 Euro. Das teuerste je verkaufte Fabergé-Ei kam vor 10 Jahren im Londoner Auktionshaus Christie’s unter den Hammer. Das „Winter-Ei“ war ein Ostergeschenk von Zar Nikolaus II. an seine Mutter und erzielte nach nur 10 Minuten den Rekordverkaufspreis von 9.579.500 Dollar.

- Ein Mann wollte in Perugia vor einigen Jahren auf ganz besonders originelle Weise um die Hand seiner Freundin anhalten und ließ ein Osterei aus Zartbitter-Schokolade anfertigen, worin ein Verlobungsring versteckt war. Blöderweise mochte die Freundin aber lieber Vollmilchschokolade und tauschte das Präsent nichts ahnend gegen ein anderes Schokoladenei um. So kam es statt einem romantischen Antrag zu einem handfesten Streit.

- Die Osterinsel wurde am Ostersonntag 1722 von dem Holländer Jakob Roggeveen entdeckt und erhielt daher ihren Namen.

- Auf gar keinen Fall sollte man laut alter Weisheit in Flandern am Ostersonntag die Kirchenglocken beim Läuten beobachten, sonst droht drei Tage lang ein steifer Hals. Ungefährlicher ist es da in Island, wo man am Ostermorgen vor Trollen und wilden Tieren sicher ist. Nicht schlecht, schließlich hört man ständig davon, dass in Island Menschen von wilden Trollen angefallen werden.

- Der berühmteste Osterspaziergang stammt aus Johann Wolfgang von Goethes „Faust I“ und wurde vermutlich vor den Toren Leipzigs unternommen.

- Diese Jahr fällt der Ostersonntag auf den 8. April, ein recht zeitiges Datum möchte man meinen. Doch weit gefehlt, denn seit 1900 war das früheste Osterdatum der 23. März und das späteste Datum der 25. April. Daran liegt’s: Ostern fällt immer auf den Sonntag nach dem 1. Frühjahrsvollmond, im Gregorianischen Kalender also frühestens auf den 22.3. und spätestens auf den 25.4.. Der Mathematiker Carl Friedrich Gauß hat übrigens eigens eine ziemlich komplizierte Gleichung erstellt, mit der man das Osterdatum berechnen kann (Gaußsche Osterformel).

- 2011 hat der Regierungschef vom Kosovo, Hashim Thaci, seinen katholischen Landsleuten statt zu Weihnachten zum Osterfest gratuliert. Die Christen im Kosovo werden es Thaci jedoch vermutlich nachsehen, denn wie der Großteil der Bevölkerung ist auch der Premier Moslem.

- 1967 bestimmte die SED auf dem VII. Parteitag der DDR die durchgängige Einführung der 5-Tage-Woche und damit die Abschaffung des Ostermontags als Feiertag. Der Karfreitag musste an dem nachfolgenden Samstag als normaler Arbeitstag nachgeholt werden. 1990 wurden diese Regelungen glücklicherweise wieder abgeschafft.

- Während der Ostersaison werden jährlich in den USA ca. 600 Mio Marshmallow Peeps gekauft, was sie neben der üblichen Schokolade hier zur zweitbeliebtesten Ostersüßigkeit macht. Bei uns waren es 2010 mehr als 127 Millionen Schoko-Osterhasen-10% davon waren aus Bitterschokolade.

- Zwei Briten halten mit 12.600 gepellten Eiern den Rekord im Eierschälen. Den Weltrekord im Eieressen hält die Amerikanerin Sonya Thomas, die 65 hart gekochte Eier in 6 Minuten und 40 Sekunden aß und dies man mag es kaum glauben unversehrt überstand.

- Was haben Norderney und das Weiße Haus gemeinsam? Ähnliche Osterbräuche. Auf Norderney zieht man beim „Trüllen“ mit der Hand dünne Linien in die Dünen und lässt bunte Ostereier darin hinunterpurzeln. Weil es in Washington keine Berge gibt und die Eier auf dem Rasen des amerikanischen Präsidenten nicht von alleine ins Rollen kommen, stubsen die Kinder sie dort mit Löffeln an. Für die Teilnehmer vom White House Easter Egg Roll gibt’s auch einzigartige Preise: Holzeier mit den Unterschriften von Barack Obama nebst Gattin Michelle.

- Die beliebtesten Ostereierverstecke im Garten: Regenrinne, Hängetöpfe, auf den Kopf gestellte Pflanzentöpfe, hinter Regentonnen, Hecken, im Briefkasten oder in einer Plastiktüte im Teich, in Blumen und Bäumen oder fies in gegrabenen Erdlöchern, die man mit Gras bedeckt

- Die beliebtesten Ostereierverstecke in der Wohnung: in Bett, Waschmaschine (wobei hier empfehlenswert ist, vor dem nächsten Waschgang zu schauen, ob das Ei auch wirklich gefunden wurde), in der Eierverpackung im Kühlschrank, Frischhaltedose, in Obstschalen, in Tassen im Küchenschrank, Schuhen oder Kissen (auch hier Obacht falls das Ei nicht gefunden wurde) sowie *pfui* in der WC-Muschel

- Interessant: Die Bulgaren verstecken gar keine Ostereier, sondern lassen sie an Kirchenmauern zerplatzen oder bewerfen ihre Familienangehörigen damit.

TIPP: Da wir derartiges unnützes Wissen so spannend finden, haben wir dir auch kuriose Geschichten um Weihnachten sowie Kurioses um das Oktoberfest zusammengestellt.

Bildquelle: Vielen Dank an Efraimstochter für das Bild (© Efraimstochter/www.pixabay.com).

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von schmitz90
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