Bei AirBnb Wohnung vermieten - ein Erfahrungsbericht

Bei AirBnb Wohnung vermieten - ein Erfahrungsbericht Geld verdienen ohne wirklich etwas dafür zu tun? Es kostet keine Kraft, keine Zeit... Das klingt einfach perfekt! Was man dafür tun muss? Einfach bei AirBnb Zimmer vermieten.

Warum bei AirBnb Zimmer vermieten?


Ein freies Zimmer habe ich, Geld brauche ich – das ist meine neue, unkomplizierte Einnahmequelle. Dachte ich. Nach vier Wochen Zimmervermietung, nach einer Zeit voller verrückten, dreckigen, unpünktlichen und lauten Gästen möchte ich von meinen Erfahrungen berichten, denn ganz so rosig war es dann doch nicht.

Viele meiner Freunde buchen ihre Unterkunft über AirBnb, wenn sie in fremde Städte fahren und waren davon immer sehr begeistert. Doch warum nicht mal auf die andere Seite wechseln?

AirBnb ist eine Onlineplattform, auf der private Leute ihr Sofa, ihr Zimmer, ihre Wohnung oder ihr Haus vermieten. Ähnlich einer Hotelbuchungsseite, nur eben aus privater Hand. Da mein Freund einen Monat lang im Ausland einen Sprachkurs besuchte, hatte ich eh ein freies Zimmer und Geld dafür zu bekommen – das klang großartig! Ich muss ja nicht wirklich etwas dazu beisteuern.

Wie bei AirBnb Zimmer vermieten?


Die Anmeldung geht super easy – man kann sich mit Facebook oder Googlemail super schnell registrieren, man macht Fotos vom Zimmer und gibt die Eckdaten der Unterkunft ein. Schon ist das eigene Inserat online. Die Preise kann man für jeden Tag individuell anpassen und man erhält auch eine Preisempfehlung, die sich nach der Anfrage für die jeweilige Stadt richten.

Was mir wichtig war: keine Sofortbuchungen. So kann ich mir die Person anhand ihrer Verifizierungen (Personalausweis, Handynummer; aber auch Verbindung zu Facebook, so dass man sehen kann, dass die Person mehr als drei Facebookfreunde hat und daher wohl kein Fake ist) und Bewertungen bestätigen. Schmierige Männer über 60 wollte ich irgendwie auch nicht haben, sorry...

Wichtig ist, dass man sich auf rechtlicher Basis informiert, ob und unter welchen Bedingungen man seine Unterkunft vermieten kann. Jede Stadt händelt das unterschiedlich. Auch ein Blick in den Mietvertrag lohnt sich um zu wissen, ob man das von Vermieterseite aus darf. Ansonsten hilft auch ein Anruf.

Erfahrungsbericht über Zimmervermietung bei AirBnb


Die ersten Buchungen kamen schnell. Eine junge Frau, die fünf Tage lang die Gamescom besucht – leider hatte ihr Zug Verspätung und sie kam erst mitten in der Nacht. Und ich habe ihr doch versprochen, sie vom Bahnhof abzuholen... Also wach bleiben und im Schlafanzug zum Bahnhof laufen... Dass ich im folgenden Monat fast täglich auf mein normales Schlafpensum verzichten muss, war mir anfangs nicht klar – Südamerikaner, die bis 4 Uhr nachts die Möbel verrücken und lauthals rumbrüllen, Gäste, die um 2 Uhr nachts Sturm klingeln oder erst um halb 3 nachts ankommen. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt...

Man bekommt auch seltsame Anfragen. Drei Männer aus Asien, die das Zimmer (wohlgemerkt 10m²) gerne für drei Monate mieten würden – wie passen die da überhaupt rein? Dass das Inserat von vielen nur halbherzig gelesen wird, konnte man an den Bewertungen lesen. Ich werde negativ bewertet, weil ich keinen Aufzug habe – was ich aber auch so angegeben habe. Dass ich Katzen habe und der Gast keine Katzen mag, wird auch negativ erfasst – und das verringert meinen Preis, den ich verlangen kann. Na danke!

Mein Fazit zur Zimmervermietung bei AirBnb


Dass meine Idee von der einfachen und leicht verdienten Zimmervermietung nicht aufgeht, habe ich spätestens gemerkt, als ich für fünf Tage lang Besuch von drei Chinesen hatte. Gekocht wurde viermals am Tag und die Küche, wie auch die restliche Wohnung wurde als Schlachtfeld hinterlassen. Ich war nur am putzen. Als ich nach ihrer Abreise das Zimmer betrat, war ich ganz schockiert – wie kann man in fünf Tagen so viel Dreck hinterlassen? Dauernd wurden neben das Klo gepinkelt. Schamhaare in der ganzen Dusche. Wenn ich die Zeit für das Putzen und Aufräumen mit dem Mindestlohn vergleiche und Strom und die anderen Kosten hinzuzähle, hab ich recht wenig verdient – und dafür viele Nerven verloren.

Aber ich hatte auch viele positive Erfahrungen! Ich habe viele neue Menschen kennengelernt, viel geredet und Neues erfahren und ja, auch Geld verdient. Aber man musste sich dann doch schon sehr einschränken und sich danach richten. Wenn ich Frühschicht hatte, konnte ich nicht morgens um 5 Uhr meinen Mixer anwerfen um mir einen Smoothie zu machen. Ich musste meine Verabredungen nach der Ankunftszeit meiner Gäste richten. Ich musste Smalltalk führen mit Leuten, die mir unsympathisch waren. Ich musste immer alles sofort wegräumen um eine saubere Küche zu hinterlassen. Ich musste mein Bad teilen und habe mich in meinen eigenen vier Wänden eher als Hostelbesucher gefühlt.

Die Wohnung bei AirBnb zu vermieten, war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung, die ich auch empfehlen kann, aber dauerhaft wäre das nichts für mich. Dann gehe ich lieber fünf Stunden arbeiten und habe dann mein Zuhause ganz für mich alleine.

Bildquelle: Vielen Dank an keresi72 für das Bild (© keresi72/www.pixabay.com).

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