Students for Future

Students for Future
Seit der Gründung von Fridays for Future 2018 ist das Thema Klimawandel und Umweltschutz nicht mehr aus Politik und Gesellschaft wegzudenken. Viele Menschen beginnen, ein bewussteres Leben zu führen, sich über nachhaltige Alternativen zu informieren und sich im Klimaschutz zu engagieren. Students for FutureDa Fridays for Future hauptsächlich als Schülerbewegung wahrgenommen wird, bildeten sich schnell weitere unterstützende Gruppen, wie Scientist for Future, Parents for Future – und eben die Students for Future.

Doch was genau steckt hinter dem Namen und in welchem Verhältnis steht die Gruppe zu Fridays for Future? Wir von Uniturm.de erklären dir alles, was du über Students for Future wissen solltest.

Wer sind die Students for Future und wie sind sie organisiert?


Students for Future ist eine Arbeitsgruppe der Fridays for Future, die sich mit den Zielen der Klimagerechtigkeitsbewegung solidarisiert und ihre Forderungen an den Hochschulen vertritt. Obwohl sie zu Fridays for Future zählen und viele Überschneidungen mit ihnen haben, sind sie doch autonom, planen eigene Aktionen und stellen konkrete Forderungen an die Hochschulen.

Die Bewegung ist wie Fridays for Future überparteilich, international und dezentral organisiert. In Deutschland gibt es neben der bundesweiten Bewegung Students for Future Germany, welche sich über Telefonkonferenzen und Treffen in einer AG-Struktur organisiert, zahlreiche Ortsgruppen in über 70 Städten. Teilweise findet man sie als Vereine, teilweise als Hochschulgruppen an den Universitäten und manchmal auch unter abweichendem Namen. Ihre Organisation und Handlungsfelder sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich, verfolgen aber alle ein übergeordnetes Ziel: die Debatte um Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimagerechtigkeit an die Hochschule und von dort in die Gesellschaft zu bringen.

Students for Future Demo

Was sind die Ziele von Students for Future?


Die Students for Future haben es sich zur Aufgabe gemacht, die weltweite Fridays for Future Bewegung zu unterstützen und im Einklang mit ihren Zielen konkrete Forderungen im hochschulspezifischen Kontext auszuarbeiten und umzusetzen. So fordern sie z.B. die klimaneutrale Gestaltung der Universitätsgebäude, eine sorgfältigere Auswahl des Mensa-Essens hinsichtlich des CO2-Verbrauchs oder auch Anreize für eine umweltfreundliche Mobilität der Studierenden und Mitarbeiter.

Fridays for Future

Doch Students for Future organisiert und nimmt auch an Aktionen teil, die über den Kontext der Hochschulen hinausgehen. Auf ihrer Website heißt es:

„Auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse erkennen wir die Klimakrise als existenzielle und global massiv ungerechte Bedrohung für Menschen und Gesellschaften weltweit. Wir streiten für eine lebenswerte Zukunft für Alle und Klimagerechtigkeit.“

Die Hochschulen gelten in der Klimabewegung als potenziell wichtiger Ort für eine nachhaltige Transformation der Gesellschaft, da hier Wissen gebündelt, diskutiert und geforscht wird. Dennoch ist es den Students for Future ein großes Anliegen den Diskurs über Klimawandel und Umweltschutz aus den Hochschulen heraus in andere Gesellschaftsgruppen zu bringen, die bisher noch nicht ausreichend involviert waren. Aktionsformen wie die bundesweite „Public Climate School“ sollen dies ermöglichen.

Planet over Profit Plakat

Bundesweite und internationale Aktionen von Students for Future


Neben zahlreichen kleinen Aktionen der einzelnen Ortsgruppen, hat die weltweite und nationale Students for Future Bewegung bereits einige Aktionsformen etabliert:

Die „Public Climate School“


Die „Public Climate School“ ist eine bundesweite Aktionswoche der Students for Future Germany, die von den Ortsgruppen an den einzelnen Hochschulen in Deutschland organisiert wird. Das erste Mal fand sie 2019 in der Woche vom 25.-29. November statt, in der an Hochschulen in ganz Deutschland der reguläre Lehrbetrieb bestreikt und alternative Seminare, Vorlesungen und Aktionen zum Thema Klimagerechtigkeit veranstaltet wurden. Besonders an dem Hochschulstreik war, dass die Dozierenden aktiv in die Programmgestaltung mit eingebunden und dadurch fachübergreifende Veranstaltungen zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit angeboten werden konnten. Außerdem standen die Veranstaltungen auch für Menschen außerhalb des Hochschulbetriebes offen.

Um Druck auf die Politik auszuüben wurden Unterschriften von Studierenden für den Aufruf zur Bestreikung des regulären Lehrbetriebes gesammelt und ein weiterer Aufruf zur Unterstützung des Hochschulstreiks von zahlreichen Wissenschaftlern unterzeichnet. Zusätzlich veranstalteten viele Ortsgruppen eine Studierendenvollversammlung an ihrer Universität, um aufmerksamkeitswirksam und im Namen der Studierenden konkrete Forderungen an die Hochschulen auszuarbeiten.

Die Public Climate School wurde seit dem erneut im Mai und im November 2020 veranstaltet und soll zukünftig einmal im Semester stattfinden.

Public climate school

Ohne Kerosin nach Berlin


Bei dieser Aktion radelten im September 2020 Aktivisten unter dem Motto „Ohne Kerosin nach Berlin“ mit dem Fahrrad von Köln nach Berlin, um auf die Klimakrise und die unzureichenden Maßnahmen der Politik aufmerksam zu machen. In der von den Students for Future Köln organisierten Fahrraddemo gab es mehrere Etappenziele an klimarelevanten Orten, an denen in verschiedenen Aktionen unterschiedliche Forderungen zur Bewältigung der Klimakrise an die Politik gestellt wurden. So wurde sich z.B. am neuen Kohlekraftwerk „Datteln 4“ für eine Energiewende und in der fahrradfreundlichen Studentenstadt Münster für eine Verkehrswende stark gemacht. In Berlin wurde die Aktion zusammen mit Fridays for Future durch eine Fahrraddemo abgeschlossen. Das Ganze soll ebenfalls wiederholt werden.

Students for Future Fahrraddemo

Globaler Klimastreik


Regelmäßig organisieren Fridays for Future und andere Klimagruppierungen wie die Students for Future globale Klimastreiks in Anlehnung an die freitäglichen Demonstrationen von Fridays for Future.

Der erste globale Klimastreik fand am 20.09.2019 anlässlich des Klimakabinetts in Berlin und der Planung des UN-Gipfels in New York statt. Fridays for Future und die beteiligten Gruppen forderten die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, insbesondere des 1,5-Grad-Ziels. An dieser Demonstration beteiligten sich weltweit hundertausende Menschen. Allein in Deutschland waren es über 1 Millionen Demonstranten, hauptsächlich Schüler und Studierende.

Seitdem wurden noch drei weitere globale Klimastreiks durchgeführt.

Students for Future Globaler Klimastreik

Wie kann ich bei Students for Future mitmachen?


Du möchtest dich auch aktiv für Klimagerechtigkeit und einen nachhaltigen Wandel in der Gesellschaft einsetzen? Du willst deine Hochschule umweltfreundlicher gestalten und Soziales Engagement zeigen? Dann kannst du ganz einfach bei den Students for Future einsteigen!

Grundsätzlich kann bei den Students for Future jeder mitmachen. Kontaktdaten findest du einfach auf ihren öffentlichen Kanälen, auf denen du auch von ihren On-Boarding Treffen erfährst. Schau z.B. mal auf ihrer Instagram Seite vorbei.

Informiere dich auch in deiner Stadt oder Hochschule, ob es bereits eine Ortsgruppe der Students for Future gibt. Eine Liste mit allen eingetragenen Ortsgruppen und Kontaktdaten findest du hier. Alternativ kannst du selber aktiv werden und zusammen mit Freunden oder Kommilitonen eine neue Ortsgruppe ins Leben rufen!

Students for Future mitmachen

Fazit:
Die Students for Future verfolgen an sich dieselben Ziele wie Fridays for Future und arbeiten auch oft mit ihnen zusammen. Viele Studierende fühlen sich bei den Students for Future aber deutlich wohler, da hier konkret Studierende angesprochen und hochschulspezifische Forderungen ausgearbeitet werden.

Wenn du deine Hochschule umweltfreundlicher machen möchtest, kannst du dich in deiner Students for Future Ortsgruppe engagieren!

Bildnachweis: Vielen Dank an Markus Spiske, Sebastian Voortman, Nick Bondarev und Vincent M.A. Janssen@pexels.com und LeoSch und Jasmin Sessler@pixabay.com

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