Die Unicard der Zukunft - mit RFID

Die Unicard der Zukunft - mit RFID RFID – „was soll das denn sein?“, fragt nun der eine oder die andere von euch. Und diese Frage ist durchaus berechtigt, denn mit dieser Abkürzung können wohl nur die wenigsten etwas anfangen. Benutzt hat es garantiert jeder schon einmal zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten.

RFID = ein Überblick
RFID ist die Abkürzung für „radio-frequency identification“, was übersetzt so viel bedeutet wie Identifizierung mithilfe elektromagnetischer Wellen.

Ganz und gar unwissenschaftlich kann man sagen, dass es sich hier um ein weiterentwickeltes Chipkartensystem handeln, nur ohne den Magnetstreifen. Das ist zwar nur die halbe Wahrheit, aber so bekommt ihr ein ungefähres Bild.

RFID ermöglicht berührungslosen Datenaustausch – eine entsprechende Karte muss also nirgendwo durchgezogen werden, sondern „nur in der Nähe sein“, damit der integrierte Transponder vom Empfänger gelesen werden kann. Die Technik gab es in sehr rudimentären Zügen bereits gegen Ende des zweiten Weltkrieges und wurde da quasi zur Freund-Feind-Erkennung genutzt. Mittlerweile findet man die Technik fast überall.

Der Autoschlüssel mit der Wegfahrsperre nutzt RFID. Euer Personalausweis (sofern er nach 2010 ausgestellt wurde) nutzt RFID ebenso wie der neue Reisepass. Viele Firmen nutzen es zur Zeiterfassung oder als Schlüsselersatz. Sogar in Textilläden wird es mittlerweile eingesetzt, um den Diebstahlschutz zu erhöhen. Auch der öffentliche Nahverkehr steigt mehr und mehr auf das System um (Stichwort e-Ticketing).

RFID an der Uni?
Auch Universitäten haben die Technik längst für sich entdeckt. Früher gab es den guten alten Studentenausweis aus Papier, der längst von der Chipkarte abgelöst wurde. Und immer öfter wird der Magnetstreifen durch RFID ersetzt.

So wird das Geld automatisch vom Mensaguthaben abgezogen, der Hochschulspind auf- und zu geschlossen und die Labortür geöffnet. Auch die Unibibliotheken setzen (zum Beispiel für die Kopiergeräte) auf RFID. Das vereinfacht das Unileben, verkürzt die Schlange an der Mensakasse, hat aber auch Nachteile!

Risiken und Probleme
Datenschutz ist ein wichtiges Thema in Deutschland und hier liegt (noch) die Achillesferse von RFID. Eine RFID-Karte ist ein „offenes“ Kennzeichen, wenn man so will. Wer also die entsprechende Technik zur Verfügung hat, kann die Chipinformationen auslesen, ohne, dass ihr davon etwas mitbekommt. Deswegen wurden sie auch schon etwas despektierlich „Spychips“ genannt. So kann man theoretisch indirekt sehr genaue Bewegungsprofile erstellen. Problematisch wird es vor allem bei Mensa- oder Unikarten, auf denen Guthaben vorhanden ist.

Wir wollen euch hier aber keine Angst machen. Im Kern ist das RFID-System äußerst praktisch und spart Zeit. Und ihr könnt sogar selbst dran arbeiten, die Kinderkrankheiten auszumerzen: An der HS Magdeburg wird mittlerweile ein Masterstudiengang angeboten, der sich speziell mit RFID beschäftigt.

Bildquelle: Vielen Dank an jarmoluk für das Bild (© jarmoluk/www.pixabay.de).

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