Frauen und Karriere

Frauen und Karriere
Frauen, die Karriere machen, sind längst keine Seltenheit mehr. Mit dem richtigen Engagement kann es jede Frau schaffen, ganz nach oben zu gelangen. So zumindest die weitläufige Meinung. Doch die meisten Frauen können das nicht ohne weiteres schaffen: Sie stehen vor besonderen Hürden, die Männer in der Regel nicht in solchen Ausmaßen zu meistern haben. Wiedereinstieg nach Schwangerschaft und Erziehungszeit, weniger Lohn für dieselbe Arbeitsleistung wie Männer in derselben Stellung und allgemeine Diskriminierungen gegenüber dem weiblichen Geschlecht sind auch heute noch Alltag in vielen Unternehmen.

Diese Tatsache darf aber nicht mehr generalisiert werden. Denn nicht nur die Politik greift seit einigen Jahren verstärkt regulierend in die Stellung der Frau im Business ein, sondern auch die Unternehmen selbst schaffen völlig neue Bedingungen, die Frauen attraktivere Konditionen bieten, Kind und Karriere vereinbar machen und einen Ausgleich zu den Männern schaffen. Im Folgenden listen wir dir einige interessante Beispiele auf.



Girls'Day
Bereits in der Schulzeit kann einiges dafür getan werden, dass Frauen später dieselben Möglichkeiten wie Männer haben. Beim Girls'Day handelt es sich um eine sich jährlich wiederholende Veranstaltung, in der Mädchen ab der fünften Klasse Berufe kennenlernen können. Die Berufe sind häufig reine Männerdestinationen aus den Bereichen Technik, Naturwissenschaft oder Handwerk.

Der direkte Einblick vor Ort erlaubt es den Teilnehmerinnen, sich ein erstes Bild zu machen und festzustellen, ob dieser Beruf etwas für sie ist. Viele Mädchen werden durch den Girls'Day dazu ermutigt, einen typischen "Männerberuf" zu ergreifen. So soll indirekt auch dem Fachkräftemangel vorgebeugt werden.

Der Girls'Day ist eine Veranstaltung vom Kompetenzzentrum und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Zusätzlich sind auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB, die Bundesagentur für Arbeit, die Deutsche Industrie- und Handelskammer und weitere Partner beteiligt.



Stipendien für Frauen
Soll es nach der Schule an die Uni gehen, können Frauen von vielen spezifischen Förderprogrammen profitieren. So werden einige Stipendien nur an weibliche Studentinnen vergeben. Dazu zählt zum Beispiel das Anita Borg Stipendium, das von der Firma Google angeboten wird. Dr. Anita Borg hat sich zeitlebens (1949 bis 2003) dafür eingesetzt, dass Frauen einen besseren Zugang zu technischen Berufen erlangen können. Das nach ihr benannte Stipendium richtet sich in erster Linie an Frauen, die Informatik studieren oder an ihrer Dissertation arbeiten.

Auch das Unternehmen L'Oréal bietet in Zusammenarbeit mit der UNESCO ein internationales Forschungsstipendium für Studentinnen von "Life Science" Studiengängen an. Die Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung vergibt darüber hinaus Stipendien für naturwissenschaftlich oder medizinisch begabte Frauen, die Kinder haben.

Dies sind nur wenige Beispiele aus dem umfangreichen Spektrum an Stipendien, die speziell für Frauen angeboten werden.

Hewlett-Packard GmbH - führendes Unternehmen im Frauen-Karriere-Index (FKi)
Seit 2012 wird jährlich vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der sogenannte Frauen-Karriere-Index (FKi) herausgegeben. Über Platzierungen werden darin die frauenfreundlichsten deutschen Arbeitgeber ausgezeichnet.

Die Unternehmen werden mithilfe eines Fragebogens über Commitment, Status, Dynamik und Rahmenbedingungen ihrer weiblichen Mitarbeiter befragt. Die Daten werden anschließend ausgewertet und in einem Report veröffentlicht. Nur die 10 frauenfreundlichsten Unternehmen werden genannt. Spitzenreiter 2012 war der Chemiekonzern Henkel, 2013 und 2014 wurde jeweils die Hewlett-Packard GmbH mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Hewlett-Packard bietet Frauen damit von allen teilnehmenden Unternehmen die besten Karriere- und Aufstiegschancen.



Weitere TopTen gelistete Unternehmen im FKi
Neben Henkel und Hewlett-Packard dürfen sich auch andere deutsche Unternehmen über eine gute Platzierung im FKi freuen: 2014 befand sich die Deutsche Telekom AG auf Platz 2 und die deutsche Airbus Group auf Platz 3. Unter den Top Ten werden zudem die Charité Berlin, die HypoVereinsbank, die KfW oder die Bombardier Transportation GmbH genannt. Zuletzt haben 128 große Unternehmen an der Befragung teilgenommen.



women&work - die Messe
Wer unter den aktuellen FKi-TopTen keinen passenden Arbeitgeber für sich entdeckt, kann auf der Messe women&work mehr als 100 Top Arbeitgeber kennenlernen. An der Messe nehmen nur solche Unternehmen teil, die verstärkt weibliche Mitarbeiter suchen und sich für eine Gleichstellung zwischen Mann und Frau in Karrierefragen einsetzen. Hier können Frauen ihr individuelles Karriere Netzwerk ausbauen oder sich allgemein mit anderen Interessierten zum Thema "Frauen und Karriere" austauschen.



Bildquelle: Vielen Dank an geralt für das Bild (© geralt/www.pixabay.de).

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