BAföG Erhöhung 2021: Alle Infos zu den Änderungen

BAföG Erhöhung 2021: Alle Infos zu den Änderungen
Bereits am 01.08.2019 hat die deutsche Bundesregierung eine schrittweise Erhöhung des BAföG um 15% beschlossen. Die Erhöhungen wurden stufenweise bis 2021 durchgeführt. Damit wird der Bund bis 2021 mehr als 1,8 Milliarden € in die Bildung junger Menschen investieren.

Hinweis: Zusätzlich stehen Studierenden, die wegen der Corona-Pandemie in monetäre Schwierigkeiten geraten sind, finanzielle Hilfen für Studierende vom Bildungsministerium zur Verfügung.


BAföG-Erhöhung 2021: das ändert sich


Es gibt so einige Änderungen im neuen BAföG-Gesetztesentwurf - es kommen viele Erhöhungen auf die Studenten zu. So wird der Förderhöchstsatz wird von 735€ auf 861€ erhöht und auch der Wohnzuschlag wird angehoben. Das Einkommen der Eltern und das eigene Vermögen werden dagegen nicht mehr so streng angerechnet. Die monatliche Rückzahlungsrate wird jedoch von 105€ auf 130€ erhöht, dafür werden die Restschulden nun nach 20 Jahren bei schlechter wirtschaflicher Lage erlassen. All diese Änderungen sollen in 2 Stufen erfolgen, also von 2019 bis 2021 schrittweise erhöht werden. Die Änderungen der BAföG-Erhöhung 2021 noch einmal zusammengefasst:

Förderhöchstsatz: Erhöhung des BAföG-Höchstbetrags in 2 Stufen von 735€ auf 861€ monatlich

Einkommensfreibeträge der Eltern: Erhöhung in 3 Stufen, 2019 um 7%, im Herbst 2020 um 3% und im Herbst 2021 um weitere 6%

Vermögensfreibeträge (eigenes Vermögen): Erhöhung in 2 Stufen von 7.500€ auf 8.200€

Wohnzuschlag: Erhöhung um 30% von 250€ auf 325€ (wenn Student nicht mehr bei Eltern lebt)

Rückzahlung: monatliche Rate wird von 105€ auf 130€ erhöht (maximal 77 Monate

Restschulden Erlassung: nach 20 Jahren, wenn es nachweislich wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage nicht möglich war

• Studierende mit Kind erhalten Pauschale von 150€ Kinderbetreuungszuschlag


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Wer profitiert von der BAföG-Erhöhung 2021?


Junge Leute, Studenten, Schüler und Auszubildende sollen von dem BAföG-Gesetzesentwurf profitieren und die Chancengleichheit im Bildungssystem gesteigert werden. Die Zahl der BAföG-Empfänger sinkt laut statistischem Bundesamt seit Jahren, und durch die Erhöhung der Freibeträge sieht der Gesetzesentwurf vor, weniger Studenten vom BAföG auszuschließen. Außerdem ist die BAföG Erhöhung 2021 eine Antwort auf den Trend der steigenden Mieten in Metropolen und studentischen Städten.

Das Deutsche Studentenwerk jedoch kritisiert, dass die BAföG Erhöhung ein Versuch der Bundesregierung sei, die Versäumnisse der letzten Jahre auszubügeln, die Bildungsförderung an die steigenden Lebenshaltungskosten anzupassen. Aufgrund der stark steigenden Mieten sei die BAföG Erhöhung 2020 zu gering. Außerdem sollte die Wohnförderung regional gestaffelt werden, also beispielsweise jemand, der in München wohnt, sollte mehr erhalten als jemand, der in Leipzig studiert.

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Außerdem neu seit 2020: Das Aufstiegs-BAföG


Seit dem 01.08.2020 gilt das Aufstiegs-BAföG, auch AFBG-Förderung genannt. Dabei sollen vor allem berufliche Weiterbildungen gefördert werden - mit dabei sind über 700 Fortbildungsabschlüsse wie Bachelor Professional und Master Professional. Du bist mit deiner Ausbildung fertig, Abiturient, hast deinen Bachelor-Abschluss oder bist Studienabbrecher und möchtest eine Weiterbildung absolvieren?

Mit dem neuen Aufstiegs-BAföG wirst du jetzt dafür gefördert!

• Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen

• ein zinsgünstiges Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau

• einkommens- und vermögensunabhängige Finanzierung deiner Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis maximal 15.000€

• Beitrag zum Lebensunterhalt bis max. 892€ (abhängig von Einkommen und Vermögen)

• altersunabhängig, auch mit BA-Abschluss möglich, jedoch nicht mit MA-Abschluss


Die beruflichen Fortbildungen müssen jedoch bestimmte Bedingungen erfüllen, um eine AFBG-Förderung zu erhalten. So werden Weiterbildungen privater und öffentlicher Träger in Voll- und Teilzeit finanziert, die fachlich auf öffentlich-rechtliche Examen nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder auf ebenbürtige Abschlüsse nach Landes- oder Bundesrecht ausbilden. Informiere dich, ob deine angestrebte Fortbildung dazugehört.

Hinweis: Alle weiteren Infos findest du hier auf der offiziellen Seite des Aufstiegs-BAföGs.


Fazit
Für viele Studenten sind dies gute Nachrichten, denn mehr Studenten werden auch 2021 von mehr BAföG profitieren können. Also einfach mal probieren und BAföG beantragen, vielleicht erhältst ja auch du mehr Geld dieses Semester.

Bildquellen: Vielen Dank an blickpixel und nastya_gepp ©www.pixabay.de.

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