Wie viel kostet ein Studium? - Die Kosten für ein Studium im Überblick

Wie viel kostet ein Studium? - Die Kosten für ein Studium im Überblick Das Leben als Student ist nicht immer ganz einfach, vor allem, wenn es ums Geld geht. Denn, wenn man mal zusammenrechnet, was man im Monat für Ausgaben hat, dann merkt man schnell, warum am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig ist.

Das Deutsche Studentenwerk hat in seiner 21. Sozialerhebung die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2016 untersucht und dabei auch erhoben, wie viel Geld der durchschnittliche Student monatlich für bestimmte Dinge ausgibt.

Ein Studium kostet durchschnittlich 47.640 Euro in 10 Semestern


Insgesamt hat ein Student in Deutschland im Schnitt Kosten in Höhe 794€ im Monat. Das klingt erst einmal nicht wahnsinnig hoch. Rechnet man das aber hoch auf ein gesamtes Bachelorstudium, dann kommt man in sechs Semestern, also drei Jahren auf 28.584€, die man ausgibt. In 10 Semestern, wenn man also den Master noch anschließt, sind es 47.640€. Das klingt dann schon nicht mehr so klein. Bedenken wir, dass die Ausgaben jährlich immer höher werden, seid ihr, wenn ihr jetzt ins erste Semester startet, am Ende wohl bei Kosten für das Studium von rund 50.000€. Da soll nochmal einer sagen, das Studium in Deutschland sei kostenlos. ;-)

Am meisten geben Studierende für die Miete aus, im Schnitt 323€ im Monat. Sachsen ist dabei das günstigste Bundesland, Hamburg das teuerste. In Kleinstädten ist die Miete im Durchschnitt niedriger als in größeren Unistädten.

Zweitgrößter Kostenpunkt ist die Ernährung mit 167€ pro Monat. Dieser Wert muss aber als Schätzung gelesen werden. Anders als die Miete, die in der Regel ein monatlicher Festbetrag ist, variieren die Kosten für Essen und Trinken und nur die wenigsten führen Buch darüber.

Interessanterweise sind bei insgesamt steigenden Kosten, dass die nötigen Mittel für Rundfunk, Internet und Telefon (31 Euro/Monat) und Lernmittel (20 Euro/Monat) jeweils nach unten gegangen sind im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Rückläufig ist übrigens auch der Anteil der Studierenden, die ein Auto haben. Anfang der 1990er Jahre waren es noch 53%, heute sind es nur noch 26%.

Wohnung & Ernährung: die größten Kostenfresser im Studium


Die aufgeführten Kosten für das Studium muss man freilich mit Vorsicht genießen, denn es sind für Gesamtdeutschland errechnete Durchschnittswerte, die aber nichtsdestotrotz äußerst interessant sind.

Die größte finanzielle Belastung im Studium stellt wahrscheinlich die Wohnung dar, ganz egal ob du in einer Riesen-Wohngemeinschaft wohnst oder deine eigenen vier Wände hast.

Die Kosten für eine Wohnung hängen natürlich auch von der Lage und der Stadt ab, in der du studieren möchtest. Wir alle wissen aber, dass zum Beispiel die Mieten und Lebenshaltungskosten in München und Hamburg weitaus höher sind als in Ostdeutschland, wo größtenteils die günstigsten Unistädte liegen. In Chemnitz zahlt man für Wohnen und Essen entsprechend weniger als in den alten Bundesländern.

Außerdem sind Wohnheime in der Regel auch weitaus günstiger als Zimmer in WGs oder Single-Wohnungen.

Den sogenannten Mietspiegel könnt ihr vor einer Wohnungssuche schon im Internet ausfindig machen. Spitzenreiter hierbei ist München mit durchschnittlich 15,12 Euro pro Quadratmeter und Monat, günstig wohnen könnt ihr für nicht einmal 5 Euro pro qm und Monat in Halle/Saale. Für das Wohnen in einer Wohngemeinschaft ist im Schnitt monatlich mit 280 Euro zu rechnen. Wohnt man allein, steigt der Betrag auf knappe 360 Euro.

Hast du die Möglichkeit, bei deinen Eltern zu wohnen, hast du hierfür (hoffentlich) keine Ausgaben.

Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung kann teuer werden: im Monat können Kosten von bis zu 250 Euro für Lebensmittel anfallen, der Durchschnitt liegt jedoch bei knappen 170 Euro im Monat. Einkäufe richtig zu organisieren, kann zudem weitere Ausgaben ersparen. Wer zusätzlich noch mit seinen WG-Mitbewohnern teilt und gemeinsam kocht, muss nicht eine Woche lang das Gleiche essen.

Was kostet ein Studium? Pflegeversicherung, Auto & Semesterbreitrag


Der Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag ist vom Alter abhängig. Für unter 25-Jährige käme -sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind - eine kostenlose Familienversicherung in Frage, bei der man über die Eltern krankenversichert ist.

Für alle anderen Studenten gibt es bis zum 30. Lebensjahr, oder bis zum 14. Fachsemester, einen Einheitstarif zu einem Preis von 78 Euro zuzüglich einem individuellen Zusatzbeitrag.

Andere Versicherungen, die ihr euch anschauen solltet, sind eine Hausrats- und eine Haftpflichtversicherung. Die beiden gibt es teilweise sogar kombiniert und relativ günstig. Und so seid ihr abgesichert, sollte doch einmal etwas zu Bruch gehen.

Wer ein Auto sein Eigen nennt, bezahlt bei den Transportkosten am meisten. Unter den Studenten haben wie bereits beschrieben rund 26% ein eigenes Auto und bezahlen dafür im Monat 94 Euro.

Günstiger ist der Weg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, bei denen durchschnittlich Ausgaben von 37 Euro anfallen. Bei vielen Unis habt ihr im Semesterbeitrag gleichzeitig eine Berechtigung für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel inkludiert, müsst also nicht noch einmal extra zahlen.

Apropos Semesterbeitrag: seit Abschaffung der einheitlichen Studiengebühren gestaltet jede Universität die Abgabe individuell. In den neuen Bundesländern sind vor allem an privaten Hochschulen nicht selten Studiengebühren von 500 Euro pro Semester anzutreffen. Bei einem sogenannten Langzeitstudium sind die Studiengebühren um einiges höher, sodass in diesem Fall mit einer höheren Abgabe im Monat zu rechnen ist. Die niedrigste Studiengebühr findet man in Nürnberg an der FAU: lediglich 42 Euro fallen hier pro Semester an.

Was kostet ein Studium? Ausgaben für Smartphone, Lernmittel und Freizeit


Kaum ein Student kommt heute ohne Smartphone aus. Natürlich verschlingt das geliebte Telefon nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Geld. Die monatlichen Kosten für das Handy und dazugehöriges Internet in der eigenen Wohnung belaufen sich auf 31 Euro und schlagen sich so natürlich auch in der Gesamtsumme der Kosten für das Studium nieder.

Welche Kosten für Lernmittel auf euch zukommen, hängt sehr von eurem Studienfach ab. Auch wenn die Bibliothek meist eine umfassende Auswahl besitzt und ihr viele Zusammenfassungen bei uns findet, so gibt es trotzdem Dozenten die Klausuren auf deren eigenen Bücher aufbauen. In diesem Falle ist ein Kauf der Literatur mehr als empfehlenswert.

Beispiele: ein Zahnmediziner muss hierbei mit monatlich 65 Euro rechnen, Studierende der Ernährungs- und Haushaltwissenschaften geben durchschnittlich lediglich 18 Euro für Literatur und andere Lernmittel aus.

Miete, Auto, Essen, Versicherungen, Semesterbeitrag. Was bei den Kosten für ein Studium noch fehlt, sind noch die Clubbesuche und die Hobbys. Für das Feiern und die restliche Freizeitgestaltung entstehen für Studenten durchschnittliche Kosten von 61 Euro pro Monat.

Die Höhe ist auch abhängig vom Wohnort: ein größeres Angebot und höhere Preise lassen die Ausgaben weiter steigen.

Die letzte Ausgabe stellen die studentischen Kosten für Kleidung und Kosmetikartikel dar. Hierbei kann manch einer das komplette BAföG ausgeben, laut der Sozialerhebung liegen die Ausgaben jedoch im Bereich von 42 Euro.

Nach all den Zahlen: Die Kosten für ein Studium im Überblick (Angaben pro Monat)


• Miete und Nebenkosten: 251 – 323 Euro
• Ernährung: 168 Euro
• Gesundheit, Kranken- u. Pflegeversicherung: 80 Euro
• Auto & Öffentliche Verkehrsmittel: 37 – 95 Euro
• Semesterbeitrag: 7 - 83 Euro
• Handy, Internet: 31 Euro
• Lernmittel: 20 Euro
• Hobbys und Freizeit: 61 Euro
• Kleidung und Kosmetik: 42 Euro
• Gesamtkosten pr Monat: 697 – 903 Euro

Habt ihr noch mehr Ausgaben, lohnt sich vielleicht hier sogar eine Studenten Steuererklärung, mit der ihr euch einen Teil der Kosten wieder zurückholen könnt.

Bitte vergesst allerdings nicht, dass alle erhobenen Werte aus der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes von 2016 stammen und damit nur Durchschnittswerte darstellen.

Wie hoch die wirklich entstehenden Studiumskosten sind, lässt sich pauschal nicht sagen. Auch sind in den genannten Punkten keine Extrakosten enthalten, falls das Fahrrad doch mal kaputt geht oder ein neuer Laptop fällig wird. Aber vielleicht helfen sie den einen oder anderen dabei, sich einen kleinen Überblick der laufenden Kosten der ersten eigenen Wohnung zu verschaffen.

Es handelt sich um Durchschnittszahlen, die aber nichtsdestotrotz äußerst interessant sind. Die folgende Grafik zeigt den Überblick im Vergleich zu den Jahren 2009 und 2006 und dieser zeigt wenig überraschend: Mieten, Autos, Lebenshaltung – das Leben, auch als Student, wird nicht eben günstiger.



TIPP: Einen ausführlichen Überblick darüber, was in Deutschland ein Studium kostet inkl. aller einzelner Posten, findest du bei unserem Partner auslandspraktikum.info.

Beachtenswert: Nicht außer Acht lassen sollte man zudem auch die Art der Studienfinanzierung.

Wer BAföG bezieht, der zahlt langfristig effektiv weniger als jemand, der einen Studienkredit in Anspruch nimmt, weil man die Ausbildungsförderung nicht in voller Höhe zurückzahlen muss.

Ebenso verhält es sich mit Wohngeld-Empfängern. Wenn man nun aber nur sehr wenig oder kein BAföG bekommt, ist man möglicherweise doch auf einen Kredit angewiesen. Hier heißt es langfristig denken und vor Abschluss gut zu recherchieren und zu vergleichen. Der Europe Finanz Kredit Service für Studenten ist zum Beispiel eine gute Möglichkeit, einen guten Kredit zu günstigen Konditionen zu bekommen.

Ohne Rückzahlung geht es letztlich aber dennoch meistens nur mit finanzieller Unterstützung der Eltern und einem Nebenjob.

Bildquelle: Vielen Dank an Klaus-Uwe Gerhardt für das Bild (© Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de).

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