Abstract schreiben & Beispiele

Abstract schreiben & Beispiele
Was ist eigentlich ein Abstract? Eine Bewertung? Eine Interpretation? Eine Zusammenfassung? Abstracts gehören oft zu Seminararbeiten dazu und sind dazu da, dem Leser einen längeren Text zu vermitteln ohne den längeren Text lesen zu müssen. Das Zauberwort beim Abstract lautet Verknappung. Einige gute Abstract Beispiele kannst du dir bei Uniturm.de auch herunterladen und als Muster nutzen.

Die wesentlichen Inhalte von einem Abstract

Ein Abstract ist im Grunde eine Kurzzusammenfassung eines längeren wissenschaftlichen Textes. Wenn ihr eure Dissertation oder Masterarbeit schreibt, dann werdet ihr sehr wahrscheinlich ein Abstract anfertigen müssen, manchmal auch bei einer Bachelorarbeit. Darin sollen die wesentlichen Informationen aus dem Haupttext zusammen gefasst werden. Die wesentlichen Inhalte eines Abstracts sind:

• Autor und Titel
• Fragestellungen
• Hypothesen
• Empirische Basis
• Ergebnisse
• Schlussfolgerungen
• Untersuchungsmethoden
• Manchmal auch die Quellen

Zudem können folgende Fragen beim Aufbau und Verfassen eines Abstracts hilfreich sein:

•Was ist das Ziel der Arbeit?
•Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit?
•Für welche Lesergruppe ist die Arbeit interessant?
•Wurde mit Hilfsmitteln gearbeitet? Wenn ja, mit welchen? (Daten, Bildern, Tabellen, etc.)

Auch wenn keine konkreten Antworten auf wichtige Punkte gefunden werden konnte und somit Leerstellen entstanden sind, kann dies ebenfalls im Abstract erwähnt werden.

Diese Liste soll jedoch nur zur grundsätzlichen Orientierung helfen. Abhängig sind die Inhalte immer auch von den Anforderungen eures Professors. Klärt vorher mit ihm ab, welche Informationen unbedingt in den Abstract sollen und welche ihr weglassen könnt. Da der Abstract oft mit der Arbeit zusammen gebunden wird, sind die Quellen zum Beispiel meist unerheblich in dieser kurzen Zusammenfassung.



Abstracts stets kurz und prägnant halten

Ein Abstract hat fünf markante Merkmale:

Objektiv: Ein Abstract ist keine Rezension. Ihr sollt euch darin nicht inhaltlich mit dem Hauptwerk auseinander setzen oder es gar kritisch diskutieren, sondern objektiv die Fakten nennen.

Kurz: Der Umfang eines Abstracts sollte nie mehr als 10% des Haupttextes übersteigen. Deshalb gilt: In der Kürze liegt die Würze! Eingebürgert haben sich 200 bis 250 Wörter. Noch kürzer geht es im sogenannten deskriptiven Abstract mit maximal 150 Wörtern. Hier werden aber wirklich nur der Umfang, die Methoden und das Ziel des Textes genannt

Verständlich: Im Abstract sollte man auf eine klare, schnörkellose Sprache setzen, ohne „Geschwafel“ und vor allem ohne Füllwörter!

Vollständig: Die Zusammenfassung sollte keine Auswahl, sondern alle relevanten Fakten aus dem Haupttext vereinen. Bei der Kürze ist das nicht einfach, darum ist es umso wichtiger, dass ihr verkürzt und auf eine klare Sprache achtet.

Genau: Ihr sollt die Inhalte des Textes genau und ohne Umschweife wiedergeben. Weder sollt ihr Probleme diskutieren noch sollt ihr die Arbeit kritisieren, sondern nur zusammenfassen.

Wer zum ersten Mal im Studium ein Abstract schreibt, wird merken, wie schwierig das eigentlich ist. Darum solltet ihr das schon während des Studiums üben, wenn es nicht ohnehin mal im Seminar vorkommt.

Knöpft euch die Literaturliste für eure letzte Hausarbeit vor und verfasst Abstracts für die einzelnen Werke. Das übt nicht nur, das ist auch hilfreich, wenn ihr das Buch mal wieder braucht. So wisst ihr gleich, was drin steht. Macht euch erst Stichpunkte mit den wesentlichen Inhalten und baut daraus dann euren Text. Ganz wichtig für den Abstract der eigenen Abschlussarbeit: Schreibt ihn erst nach Beendigung der Hauptarbeit, schließlich fasst ihr diese damit zusammen.

Bildquelle: Vielen Dank an holger das Bild (© holger / freeimages.com).


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