Typische Fehler beim Schreiben von Hausarbeiten

Typische Fehler beim Schreiben von Hausarbeiten Typischer Fehler in der Hausarbeit Nr. 1: Falsches Thema
Die Themenwahl braucht Zeit und ein umsichtig gewähltes Thema ist die Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Schreiben einer Hausarbeit! In erster Linie solltest du dich für die Materie interessieren. Es bringt keinem etwas, wenn du erst nach Anmeldung der Hausarbeit bemerkst, dass das Thema gar nichts für dich ist. Deswegen recherchiere ausreichend vorab, um ein genaues Bild von dem Themengebiet zu bekommen. Wichtig ist, dass du deine Themenwahl frühzeitig dem Betreuer deiner Hausarbeit vorstellst und deine Ideen mit ihm absprichst. So kannst du dich absichern, dass du nicht auf dem Holzweg bist und ihr könnt das Thema unter Umständen gemeinsam neu eingrenzen. Bei der Themenwahl solltest du immer die Zeit im Hinterkopf haben. Stell dir also bevor du dich entscheidest die Frage: Kann ich das Thema innerhalb der Frist überhaupt bearbeiten?

Typischer Fehler in der Hausarbeit Nr. 2: Verkehrte Zeiteinteilung
Timing is the answer to success”, singt Kevin Johansen und Recht hat er! Das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ist in der Regel mit einem Anmelde- und Abgabetermin verbunden. Und die Zeit, die dazwischen liegt, solltest du optimal nutzen. Denn schlechtes Timing ist oft mit einem schlechten Ergebnis verbunden. Am besten erstellst du dir deswegen einen Zeitplan: Wie viele Wochen möchtest du für die Literaturrecherche einplanen? Wie viele für das Schreiben? Wie viele Wochen benötigst du für den Feinschliff? Wichtig ist, sich am Ende ein paar Tage Puffer zu lassen. Irgendwas läuft meistens nicht nach Plan!

Typischer Fehler in der Hausarbeit Nr. 3: Fehlendes Reflexionsniveau
Einer der häufigsten Fehler in Hausarbeiten ist, dass das Thema lediglich beschrieben wird, aber die Analyse ausbleibt. Wissenschaftlich Arbeiten heißt nämlich nicht bloß Literatur wiederzugeben! Du musst ein Problem erörtern! Also: Reihe nicht einfach Zitate verschiedener Autoren aneinander. Versuche vielmehr den Stoff zu ordnen und ihn selbst zu beurteilen und auszuwerten. Die eigenständige wissenschaftliche Aufbereitung eines Themas ist schwierig, aber das A und O einer guten Hausarbeit! Damit eine solche Analyse gelingt, musst du dich umfangreich mit der Fachliteratur auseinandersetzen. Je mehr du liest, desto einfacher gelingt es dir, einen roten Faden zu finden und einen wissenschaftlichen Blick auf das Thema zu erlangen.



Typischer Fehler in der Hausarbeit Nr. 4: Schludern mit der Form
In jeder Hausarbeit sind gewisse Formalia einzuhalten. Wer denkt, die Form sei nicht so wichtig, hat weit gefehlt! Denn der formale Aufbau einer Hausarbeit springt zuerst ins Auge des Korrektors. Und ist der erste Eindruck schlecht, ist es schwer, den Korrektor allein durch den Inhalt von der Brillanz der Arbeit zu überzeugen. Aber keine Sorge! Oft wird durch die Lehrstühle oder Fakultäten ein Leitfaden zu den formalen Anforderungen einer wissenschaftlichen Arbeit herausgegeben. An diesen solltest du dich auch unbedingt halten! Denn jeder Studiengang stellt andere Anforderungen an den Seitenumfang, die Schriftart, Schriftgröße etc. Ansonsten gibt es ein paar Faustregeln, die einfach eingehalten werden müssen. Dazu gehört unter anderem das Deckblatt, eine stringente Gliederung der Hausarbeit, richtiges und sauberes Zitieren (keine Plagiate!) und ein vollständiges Literaturverzeichnis (in alphabetischer Ordnung!). Außerdem muss am Ende der Arbeit eine eidesstaatliche Erklärung stehen. In dieser versicherst du, dass du die Hausarbeit selbstständig und nur unter Zuhilfenahme der ausgewiesenen Hilfsmittel verfasst hast. Näheres zum Thema „Wie wird eine Hausarbeit formal strukturiert?“ findest du auch noch einmal ausführlich in unserem Magazin zusammengefasst.

Typischer Fehler in der Hausarbeit Nr. 5: Falsche Rechtschreibung
So simpel es klingt: Installiere das jeweils aktuelle Rechtschreibprogramm auf deinem Rechner! Orthographiefehler sind ein absolutes No-Go in wissenschaftlichen Arbeiten und im Vergleich zu den anderen möglichen Fehlern leicht zu vermeiden. Unnötige Rechtschreibfehler unterbrechen nur den Lesefluss des Korrektors und ziehen seine Aufmerksamkeit weg vom Inhalt zu der äußeren Form des Textes. Wenn du mit deinem Inhalt überzeugen möchtest, achte darauf, dass gar nicht gar nicht zusammen geschrieben wird und gib deine Hausarbeit am besten zwei verschiedenen Personen zur Lektüre. So findest du auch die letzten Rechtschreibfehler, die sich in deine Arbeit eingeschlichen haben! Gleiches gilt natürlich für die Zeichensetzung.

Typischer Fehler in der Hausarbeit Nr. 6: Zu hochtrabender Schreibstil
Eine wissenschaftliche Erörterung, die keiner versteht, bringt niemanden etwas. Verzichte deshalb auf einen unverständlichen Schreibstil! Wer meint, er könne durch einen hochtrabenden Schreibstil den Korrektor von seinem Wissen überzeugen, hat sich geirrt. Verworrene Satzstrukturen erschweren das Verständnis. Außerdem verleiten sie zu der Annahme, dass du dich hinter der Satzkonstruktion versteckst, weil du eigentlich gar nichts zu sagen hast. Wenn du etwas weißt, kannst du es auch in Kurzform erläutern. Die Devise lautet also: Kurze prägnante Aussagen führen den Leser schneller ans Ziel. Das heißt natürlich nicht, dass du Umgangssprache verwenden darfst. Orientiere dich beim Schreiben am Fachjargon.

Typischer Fehler in der Hausarbeit Nr. 7: Ungenaues Arbeiten
Bevor du deine Hausarbeit abgibst, solltest du unbedingt einen Feinschliff vornehmen. Auch wenn man meistens keine Lust mehr hat: In der Endkorrektur fallen einem oft mehr Ungereimtheiten auf, als man denkt! Prüfe also deine Fußnoten: Sind sie vollständig? Ist jeder Autor richtig geschrieben? Hast du einheitlich zitiert? Passt dein Literaturverzeichnis zu deinen Zitaten? Prüfe auch, ob deine Gliederung stringent ist! Nach 5.1. kommt 5.3? Das kann mal passieren, muss aber unbedingt geändert werden. Nach dem Ausdrucken solltest du noch einmal checken, ob Schriftart und –größe, und der Seitenabstand gleich geblieben sind. Manchmal ändert sich das Schriftbild automatisch (zum Beispiel beim Konvertieren ins PDF-Format) und die Form ist dahin. Dementsprechend gilt hier: Lieber einmal mehr die Seiten durchblättern!

Bildquelle: Vielen Dank an agthabrown für das Bild (© agthabrown / freeimages.com).

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