Tipps für die Literaturrecherche an der Uni

Tipps für die Literaturrecherche an der Uni Egal ob für Hausaufgaben, Referate oder Hausarbeiten: als Student muss man ständig Literatur recherchieren. Dass dieses gerade am Anfang oft gar nicht so einfach ist, ist hinlänglich bekannt. Aus diesem Grund haben wir dir hier ein paar Tricks und Kniffe aufgelistet, wie du schnell und einfach zur gewünschten Bibliotheks-Literatur kommst.

Tipps für die Literaturrecherche im OPAC deiner Uni bzw. Hochschule

Der erste Weg bei der Literaturrecherche sollte direkt in den OPAC (Online Public Access Catalog) deiner Hochschulbibliothek führen, denn idR findest du hier zu deinem Thema bereits so viel Lesestoff, das es für die nächsten 6 Semester ausreichen würde. Doch keine Sorge, du musst nicht alles lesen, was irgendwie deinen Themenkomplex tangiert.

Daher ist es empfehlenswert, schon vor dem ersten Gang in die Bibliothek vorm heimischen Rechner den Medienpool nach passenden Werken zu durchstöbern. Der OPAC gibt dir Auskunft darüber, ob ein Buch oder ein anderes Medium in deiner UB vorhanden ist und zeigt dir auch Werke, die sich in den für dich nicht zugänglichen Magazinen befinden oder entliehen sind.

Wenn du nach einem groben Überblick zu deinem Thema suchst, nutze zunächst die „Freie Suche“ im OPAC. Du gibst einfach deinen Suchbegriff ein und klickst dann auf "Suchen". Dieser Modus schränkt deine Suche nicht auf einzelne Felder ein, sondern findet alle Werke, in denen der Suchbegriff irgendwo vorkommt. Das kann z.T ganz nützlich sein, ist aber andererseits mit zehntausenden gefundenen Treffern oft nicht zielführend. Ein Beispiel: wenn du nach dem Begriff 'Mann' suchst, werden dir die Werke von Thomas Mann, Bücher mit dem Wort Mann im Titel, im Berliner Verlag Mann erschienene Bücher usw. angezeigt.

Natürlich kannst du deine Suche durch die Angabe bestimmter Kriterien wie Erscheinungsjahr, Signatur, Autor oder Herausgeber filtern. Wenn du dir beim Autorenname unsicher bist, kannst du auch mit einem Sternchen (*) arbeiten, so findet z.B. die Eingabe von Thomas Mülle* die Autoren Thomas Mülle, Thomas Müller, Thomas Müllermann etc.. Auch die Stichwortsuche kann dir helfen, denn Stich- oder Schlagwörter umreißen nur den Inhalt des Dokuments und müssen nicht zwangsläufig im Titel des Werkes vorkommen.

Hinweis: Ältere Werke sind oft nicht im OPAC erfasst, sondern nur in den Zettelkatalogen deiner Hochschulbibo. Wenn nicht anders verlangt, solltest du dich um einen aktuellen Forschungseinblick zu bekommen aber sowieso in 1. Linie auf Literatur beschränken, die nicht älter als 10 Jahre ist.

Zeitschriftenaufsätze sind ebenfalls meistens nicht im OPAC zu finden. Es gibt aber die Möglichkeit, in themenspezifischen Bibliographien nach Aufsätzen und Artikeln zu suchen. Diese Bücher sind jedoch häufig durch ständig neu erscheinende Beiträge kurz nach der Veröffentlichung bereits wieder überholt. Um v.a. neuere Publikationen zu finden, bietet sich die jeweilige Online-Zeitschriftendatenbank deiner UB an, eine Art elektronische Bibliographie, die regelmäßig um die neuesten Artikel ergänzt wird.

Nach der Literaturrecherche Bücherliste erstellen

Du hast geeignete Literatur gefunden? Prima, dann erstelle dir nun eine Bücherliste, wo du Autor, Büchertitel (+ggf. Untertitel), Erscheinungsort und –jahr, Seitenzahlen sowie ganz wichtig: die Signatur vermerkst. Damit weißt du nicht nur, wo das jeweilige Buch in der UB steht, sondern hast später auch noch eine Übersicht, aus welchem Medium welcher Beitrag kam. Erfahrungsgemäß passiert es nämlich fast jedem Studenten im Laufe des Studiums einmal, dass die Kopien im Gewusel durcheinander geraten. Mit einer sorgfältigen Übersicht kannst du dir dann den neuerlichen Gang in die Bibliothek sparen. Daher auch immer Kopien beschriften und zusammentackern!

Zurück zur Signatur: Aus dem Anfang der Bücher-Signatur geht hervor, wo du das Buch in der UB finden kannst bzw. wie es genutzt werden kann. Wenn das Medium zum frei zugänglichen Bestand gehört, weist das Lokalkennzeichen den Weg in die Teilbibliothek bzw. zu dem Regalbereich, in dem es zu finden ist. Wenn sich ein Buch im Magazin der Bibliothek befindet, also nicht frei zugänglich ist, wird dies extra ausgewiesen. In diesem Fall kannst du es dann über den OPAC zur Ausleihe oder für den Lesesaal bestellen.

Hast du passende Literatur gefunden, kannst du sie dann entsprechend und unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Zitierregelungen für deine Hausarbeit verwenden.

Literatur über Fernleihe und die Deutsche Nationalbibliothek

Wenn es ein von dir dringend benötigtes Buch in deiner Hochschulbibliothek nicht gibt, kannst du auch die Fernleihe in Betracht ziehen. Darunter verbirgt sich ein Service der Bibliotheken, mit dem Medien, die vor Ort nicht vorhanden sind, von anderen Bibliotheken beschafft werden können. Die Bestellung erfolgt meist über die Fernleihefunktion deiner UB.

Kopien von nirgendwo sonst auffindbaren Aufsätzen kannst du dir auch aus dem Bestand der Deutschen Nationalbibliothek mit den Standorten in Leipzig und Frankfurt am Main an, wo alle seit 1913 in Deutschland veröffentlichten Medien sowie im Ausland veröffentlichten deutschsprachigen Medienwerke (mehr als 27 Millionen Medien) gesammelt werden, bestellen.

Neben der Fernleihe kannst du außerdem auch direkt im Netz recherchieren. Hier findest du auch zahlreiche kostenlose eBooks für deine Hausarbeit, die dir weiterhelfen können. Aber auch hier gilt es, den Literaturnachweis nicht zu vergessen!

TIPP: Sichte die Literatur erst gründlich und entscheide, ob du sie wirklich für dein Thema brauchst. Nichts ist demotivierender als 20 Bücher vor sich auf dem Schreibtisch liegen zu haben, von denen dann doch nur 5 nützlich sind. Ein kurzer vorheriger Blick ins Inhaltsverzeichnis mit der Kapitelübersicht und in die Zusammenfassung kann da schnell Abhilfe schaffen.

Fazit: Die Literaturrecherche ist meist der aufwendigste Teil bei der Vorbereitung eines Referats oder einer Hausarbeit. Mit der richtigen Herangehensweise kannst du aber einiges an Zeit sparen.

Bildquelle: Vielen Dank an bobtheking für das Bild (bobtheking/www.sxc.hu).



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Kommentare

Userbild von roland1955
18. September 2012 · 19:28 Uhr
roland1955
danke,sehr hilfreich.
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