Wo finde jetzt noch einen Studienplatz fürs Wintersemester?

Wo finde jetzt noch einen Studienplatz fürs Wintersemester? Örtliche Zulassungsbeschränkung, bundesweite Zulassungsbeschränkung, Wartesemester, Nachrückverfahren, Losverfahren, Studienplatzklage – wenn es um die Bewerbung fürs Studium geht, kann man schnell den Überblick verlieren, vor allem, wenn man sich an mehreren Hochschulen bewirbt (was man auch unbedingt tun sollte!). Wir erklären euch, was ihr beachten solltet und was ihr tun könnt, wenn es im ersten Anlauf nicht klappt.

Die Bewerbungsfristen für ein Studium


Die Bewerbungs- und Einschreibefristen sind an den deutschen Hochschulen sehr unterschiedlich. Wer im Oktober beginnen will, sollte sicherheitshalber spätestens im Mai nachschauen, bis wann die eigene Bewerbung an der Hochschule sein soll.

Bei bundesweit zulassungsbeschränkten Fächern, die also einen einheitlichen Numerus Clausus deutschlandweit haben, ist der Stichtag für das Wintersemester der 15. Juli. Für Altabiturienten (d.h. Abitur vor dem 16. Januar des aktuellen Jahres abgelegt) ist es bereits der 31. Mai.

Mittlerweile sind das nur noch Medizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin und Pharmazie, die zentral über Hochschulstart.de (früher hat das die ZVS gemacht) vergeben werden.

Bei örtlich zulassungsbeschränkten Fächern werden die Fristen von den Hochschulen festgelegt und können entsprechend variieren. Für das Wintersemester ist der 15. Juli aber an den meisten Einrichtungen der Stichtag. Eine Übersicht über die Termine der einzelnen Hochschulen findet ihr auf hochschulkompass.de.

Für zulassungsfreie Studiengänge könnt ihr euch in der Regel bis Ende September, teilweise noch im Oktober einschreiben. Allerdings geht die Zahl der zulassungsfreien Studiengänge durch die immer größer werdende Menge an Studenten stetig zurück. Also unbedingt vorher informieren!

Gibt es Nachrückverfahren an den Unis und Hochschulen?


Ja! Die meisten Studieninteressenten bewerben sich an mehreren Hochschulen. In der Regel bekommen erst einmal diejenigen mit besseren Noten die Zusage.

Letztendlich können sie aber auch nur an einer Hochschule studieren. Die Plätze, die nicht angenommen werden, werden also wieder frei. Danach gibt es dann Nachrückverfahren in mehreren Runden, in denen die Studienplätze an andere Bewerber weitervergeben werden.

Aber auch damit kommt längst nicht jeder ans erhoffte Studium. Leider gibt es noch kein vollkommen ausgereiftes System, welches für eine optimale „Studentenverteilung“ sorgt, Jahr für Jahr bleiben viele Studienplätze unbesetzt, weil in der Bewerbungs- und Verteilungsphase überall kleineres oder größeres Chaos sorgt.

Eine Möglichkeit, doch noch an den begehrten Platz zu kommen, bietet freie-studienplaetze.de. Das Portal arbeitet mit Hochschulstart und Hochschulkompass zusammen. Es ist eine Studienplatzbörse, in der freie Studienplätze kurz vor Semesterbeginn angezeigt werden.

Wer seinen Platz also noch nicht hat, kann nachschauen, ob für ihn doch noch etwas verfügbar ist. Wer sich allerdings in den Fächern mit bundesweiter Zulassungsbeschränkung nicht bis zum 15. Juli beworben hat, kann dies idR nicht mehr nachträglich tun. Die möglicherweise freien Plätze gehen also nur an Bewerber, die in der „ersten Runde“ leer ausgingen.

Die private Hochschule BiTS mit Standorten in Berlin, Hamburg und Iserlohn bietet alternativ ein Nachrückverfahren an, für das sich gesondert beworben werden kann. Die künftigen Bewerber werden dann anhand eines Aufnahmetests ausgewählt.

Wartesemester sammeln, Immatrikulation in ein anderes Fach oder Fernstudium


Zudem bieten sich auch noch folgende Möglichkeiten: Entweder ein Jahr warten (Wartesemester sammeln!) und zum Beispiel ein Freiwilliges Soziales Jahr machen. Oder ein ähnliches Studium beginnen und später in „sein“ Fach zu wechseln, sofern das möglich ist.

Auch ein Fernstudium ist in Betracht zu ziehen. Das kann man in der Regel ganzjährig beginnen, hat selten eine Zulassungsbeschränkung und der Abschluss ist am Ende genau so viel wert wie der Abschluss an einer „normalen“ Hochschule.

Studienplatzklage


Ein letzter Ausweg kann zudem auch eine Studienplatzklage sein.

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