Lebenslauf online erstellen und ausdrucken

Lebenslauf online erstellen und ausdrucken Zugegeben, „War for talents is a thing.“ Der allgemeine Fachkräftemangel und der Druck der Unternehmen, auch morgen noch wettbewerbsfähig sein zu müssen, öffnen heutzutage so manche Tür, die vor knapp zehn Jahren vielleicht noch verschlossen geblieben wäre. Bewerben ist – so scheint es zumindest – einfacher geworden. Obwohl viele Unternehmen ihren Angestellten in spe entgegenkommen, wie z.B. die Deutsche Bahn, die zuletzt sogar auf die Formulierung eines Anschreibens verzichtete, ist eine Sache noch immer Pflicht: ein überzeugender, lückenloser Lebenslauf.

Dass sich daran alsbald etwas ändert, ist nicht abzusehen. Anders als das Anschreiben, dessen Sinnhaftigkeit von vielen Personalern offen infrage gestellt wird, gilt der Lebenslauf als unumstößliches Element jeder Bewerbung. Er enthält auf wenigen Seiten alle relevanten (und hoffentlich keine irrelevanten) Informationen zur Person des Bewerbers.

Was den Lebenslauf genau ausmacht und welche Fehler ihr besser vermeiden solltet, haben wir an anderer schon einmal ausgeführt. Das Wichtigste wird an dieser Stelle trotzdem noch einmal zusammengefasst.

Ein Lebenslauf:
• ist antichronologisch aufgebaut und möglichst lückenlos
• enthält nicht nur Zeiträume einer Anstellung/Ausbildung, sondern auch deren Aufgaben/Inhalte in Stichpunkten
• umfasst nur für die Stelle relevante Infos

Falls ihr gerne mehr erfahren möchtet, lest auch: Wie schreibe ich einen Lebenslauf?

Lebenslauf online erstellen: Warum einen Online-Editor nutzen?


Das Gute am Lebenslauf erstellen ist, dass es nicht vieler Werkzeuge bedarf, um ein ansprechendes Dokument zu erzeugen. Im Grunde genügt eine Textverarbeitungssoftware wie Microsoft Word oder das kostenlose Open-Source-Paket Libre Office. Ersteres bringt sogar schon einige Vorlagen mit, wenn man ein neues Dokument anlegt. Doch auch im Netz lassen sich viele Musterlebensläufe finden.

An und für sich sind die Muster durchaus sinnvoll. Für jemanden, der überhaupt nicht weiß, wie er beim Lebenslauf schreiben vorgehen soll, bieten sie eine gute Orientierungshilfe. Das Problem: Will man die Vorlagen für seine eigene Bewerbung nutzen, muss man sie erst einmal dahingehend editieren. Was nach einer einfachen Angelegenheit klingt, bietet großes Fehlerpotenzial. Übersieht man nur eine vordefinierte Zeile und lässt diese unbearbeitet, können dadurch Ungereimtheiten für den Personaler entstehen, die einen postwendend auf den Ablagestapel befördern.

Deshalb gilt: Lasst eurer Bewerbungsunterlagen vor dem Versenden immer noch einmal gegenlesen!

Schwachpunkt der Lebenslauf Muster ist außerdem, dass sie für die breite Masse gedacht sind. Bei der Bewerbung ist jedoch Individualität gefragt! Die vorgefertigten Formulierungen und Stichpunkte könnten dazu verleiten, diese nur mit minimalsten Änderungen zu übernehmen. Erfahrene Personaler haben aber schon hunderte, wenn nicht tausende Bewerbungen gesichtet und wissen genau, wann es sich beim vorliegenden Lebenslauf um Einheitsbrei handelt.

Bild Kostenloses ebook Bewerbungsfehler vermeiden


Vorteile von Online-Editoren


Den Lebenslauf online erstellen lässt euch das Risiko von Phrasen und Fehlern bei der Editierung elegant umgehen. Zwar nimmt euch das Tool an die Hand, für die Angaben seid ihr aber immer noch selbst verantwortlich. Fehlt eine wichtige Information, beispielsweise die Adresse eures Wohnsitzes, werdet ihr in der Regel darauf aufmerksam gemacht. Auf die Art könnt ihr Fauxpas beim Lebenslauf online gestalten aus dem Weg gehen und trotzdem ein individuelles Dokument erhalten, das garantiert aus eurer Feder stammt.

Welche Editoren gibt es?


Damit ihr einen Überblick bekommt, welche Lebenslauf Editoren im Netz zu finden sind, stellen wir euch nun einmal drei verschiedene Tools vor. Alle drei haben wir getestet und Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile zusammengefasst.

Lebenslauf.de


Der Service von Lebenslauf.de bietet euch eine Maske für die Erstellung des CVs. Dort könnt ihr jedes einzelne Textelement nacheinander bearbeiten. Am Ende steht euer vollständiger Lebenslauf zum Download bereit. Dieser ist in der kostenlosen Variante allerdings mit einem Wasserzeichen und dem Hinweis „Erstellt mit Lebenslauf.de“ versehen. Um dieses zu entfernen, bedarf es einer Premium-Mitgliedschaft. Diese gilt 30 Tage und kostet 16,99 Euro, danach findet keine automatische Verlängerung statt!

Soviel vorweg: Die zwei nachfolgenden Editoren sind hier deutlich günstiger. Eine Investition in die Premium-Funktionen kann sich aber durchaus lohnen, denn Lebenslauf.de bietet insgesamt 21 verschiedene Vorlagen von klassisch-schlichten bis hin zu kreativen Designs. Die meisten von ihnen gibt es zudem in verschiedenen Farbvarianten. Obendrein bietet der Lebenslauf-Editor die Möglichkeit, auch noch ein passendes Deckblatt und das Anschreiben hinzufügen. Das hat den Vorteil, dass dann alle Bestandteile eurer Bewerbungsmappe in einem einheitlichen Layout gehalten sind. Das ist nur zu empfehlen, denn ein Design ist nur dann wirklich rund, wenn es sich über alle Bestandteile der Bewerbung erstreckt.

Die verschiedenen Layouts könnt ihr quasi „on the fly“ direkt im Editor auswählen und euch so einen Eindruck verschaffen, wie eure Angaben in verschiedenen Designs aussehen würden. Dafür bedarf es allerdings immer einer kostenlosen Anmeldung, selbst wenn ihr kein Premium-Abo abschließt.

Lebenlauf.de Vor- und Nachteile
+ Viele Designs
+ Hinzufügen von Deckblatt und Anschreiben möglich
+ Premium-Mitgliedschaft endet automatisch

- vergleichsweise teure Premiumfunktionen

Lebenslauf online erstellen mit Lebenslauf.de
Die Maske von Lebenslauf.de in der Übersicht (Quelle: ©Lebenslauf.de)

Xing


Auch mit Xing, dem deutschen Pendant der internationalen Karriereplattform LinkedIn, lässt sich relativ einfach ein Lebenslauf erstellen – und das sogar vollkommen kostenlos. Der Vorteil liegt hierbei vor allem in der schnellen Verfügbarkeit. Viele Studierende und Alumni sind hier sowieso schon angemeldet.

Ein Tool zum Lebenslauf online erstellen mit Xing sucht ihr in der App bzw. deren Browser-Variante vergeblich. Das Portal hat diesen Service auf Lebenslauf.com ausgelagert. Habt ihr die Webseite einmal aufgerufen, landet ihr auch direkt im Editor, mit dem sich sowohl Lebenslauf als auch Anschreiben erstellen lassen. Letzteres fällt in unserem Test allerdings durch, da sich nur ein paar wesentliche Punkte ändern lassen, z.B. in welchem Beruf ihr gerade arbeitet oder welche Aufgaben euch bei der vakanten Stelle am meisten interessieren. Der Rest wird mit allgemeinen Formulierungen aufgefüllt. Dies geschieht zwar semantisch durchaus sinnvoll, aber eben nicht individuell – wer sich von der Masse abheben will, muss auf diesen Dienst leider verzichten.

Umso einfacher ist jedoch das Erstellen des Lebenslaufs, der einfach aus dem Xing-Profil generiert werden kann. Für die Gestaltung stehen neun Designvorlagen in verschiedenen Farben zur Verfügung.

Xing (Lebenslauf.com) Vor- und Nachteile
+ komplett kostenlos
+ Generierung des Lebenslaufs aus Xing-Profildaten möglich

- Anschreiben mit vorformulierten Textbestandteilen
- Kein Deckblatt


CV-Maker


CV-Maker ist ein weiterer Lebenslauf Editor, der nach einem ähnlichen Prinzip wie der Service von Lebenslauf.de funktioniert. In der Maske von CV-Maker seht ihr allerdings nicht von Beginn an, wie euer Circlium Vitae einmal aussehen wird. Stattdessen klickt ihr euch nach einander durch Persönliche Angaben, Stellenbeschreibungen, Ausbildung, Interessen usw. Das fertige Dokument wird erst am Ende generiert.

Ob diese Editor-Struktur gefällt oder nicht, ist in erster Linie Geschmackssache. So viel ist sicher: CV-Maker macht das Lebenslauf online erstellen idiotensicher. Wir persönlich fanden es aber angenehmer, wenn die Lebenslauf-Vorlage von vornherein angezeigt wurde, so wie es bei Lebenslauf.de und Xing der Fall ist. Denn so konnten wir direkt sehen, wie unsere Einträge später einmal aussehen würden und ob wir vielleicht lieber gleich etwas kürzen oder ergänzen sollten. Natürlich lassen sich alle Einträge nachträglich editieren, aber immer wieder zwischen den Menüs vor und zurück zu springen empfanden wir als etwas umständlich.

Zudem hatte die Bearbeitungsmaske von CV-Maker ein paar leichte Schwächen. So konnten wir bei der Ausbildung beispielsweise nicht angeben, in welchem Fach wir unseren Abschluss gemacht haben. Stattdessen gab es bspw. ein Bearbeitungsfeld für die Stadt, in der diese stattfand. Das ist jedoch eine Information, die sich in der Regel auch aus dem Namen der Hochschule ergibt und auf die man notfalls verzichten könnte. In welchem Fachbereich wir ausgebildet wurden, ist dagegen eine Info, auf die kein Personaler verzichten will und die nicht irgendwo verschachtelt aufgeführt sein sollte.

Lebenslauf online erstellen mit Lebenslauf.de
CV-Maker lässt ein Feld für den Studiengang leider vermissen (Quelle: ©cvmaker.de)

Wie schon bei Xing stehen dem Nutzer auch bei CV Maker neun verschiedene Designs zur Auswahl, deren Farbgebung verändert werden kann. Im Gegensatz dazu ist der Dienst allerdings nicht kostenlos. Für unseren Lebenslauf wurden 2,95 Euro fällig. Mit der Zahlung startet eine 7-tägige Testmitgliedschaft. Kündigt man diese nicht rechtzeitig, wird automatisch ein Abo gestartet, für das im Monat 14,95 Euro anfallen. Als Tester hätten wir uns natürlich über ein paar kostenlose Funktionen gefreut, finden den Preis aber angemessen, wenn man bedenkt, dass ein professioneller Lebenslauf den Weg in die Traumkarriere ebnen kann.

CV-Maker Vor- und Nachteile
+ sehr einfach zu bedienende Editor-Maske
- Keine kostenlosen Funktionen
- Anzeige des Lebenslaufes erst am Ende der Bearbeitung
- weder Anschreiben noch Deckblatt können hinzugefügt werden
- automatisch verlängerndes Abo


Fazit
Lebenslauf-Editoren sind eine funktionale Alternative zu Musterlebensläufen, die es mitunter schon kostenlos im Netz zu finden gibt. Sowohl für den CV-Maker wie auch für Lebenslauf.de wird allerdings ein gewisses Entgelt fällig. Während Lebenslauf.de zumindest eingeschränkt kostenlos nutzbar ist, ist CV-Maker generell kostenpflichtig – hinter dem verhältnismäßig geringen Einstiegspreis verbarg sich bei unserem Test obendrein eine fiese Abo-Falle.

Wer seine komplette Bewerbungsmappe individuell, aber trotzdem einheitlich und gänzlich frei von Wasserzeichen gestalten will, der sollte sich wohl für das Premium-Modell von Lebenslauf.de entscheiden.

Wer nicht auf ein Anschreiben bzw. Deckblatt angewiesen ist, der kann auch auf die anderen beiden Editoren zurückgreifen.

Wir wünschen gutes Gelingen und ganz viel Erfolg bei der nächsten Bewerbung!

Vielen Dank an ©Lebenslauf.com für das Titelbild!



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