Lebenslauf optimieren? Ja, aber richtig aufhübschen!

Lebenslauf optimieren? Ja, aber richtig aufhübschen! Das Studium ist vorbei, die Arbeitswelt wartet und wenn man es nicht schon für Praktika o.Ä. getan hat, dann ist spätestens jetzt die erste richtige Bewerbung samt Lebenslauf fällig.

Der soll natürlich möglichst überzeugend ausfallen und ein positives Bild vermitteln. Das klingt leichter als es ist. Als Berufseinsteiger hat man noch keine lange Karriere vorzuweisen, eine halbe Seite „Studium“ und „Interessen“ wirkt nicht sehr beeindruckend.

Die Versuchung, nun etwas „kreativer“ zu werden, ist groß, man sollte aber Vorsicht walten lassen: ein zu sehr geschönter oder gar gefälschter Lebenslauf fliegt früher oder später auf und ist darüber hinaus kein Kavaliersdelikt!

Lebenslauf optimieren, aber nicht lügen


Personaler rechnen damit, dass Angaben in Lebensläufen beschönigt sind.

Das ist prinzipiell auch kein Problem. Es kommt nur auf den Umfang an. Wenn aus Französisch-Grundkenntnissen gute Kenntnisse werden, wird euch niemand den Kopf abreißen, sofern ihr euch nicht auf eine Stelle als Dolmetscher beworben habt.

Wenn aber ein Praktikum zur Festanstellung wird oder Arbeitslosigkeit zur Selbständigkeit, dann hilft auch kein Auge-Zudrücken mehr. Das ist dann eine plumpe Lüge, die nicht nur garantiert entlarvt wird – immerhin ist es der Job der Personalabteilung, genau so etwas herauszufinden. Darüber hinaus ist das auch eine handfeste Straftat.

Der Lebenslauf ist mit Datum und Unterschrift handschriftlich unterzeichnet – Falschangaben sind somit glatte Urkundenfälschung.

Ehrlich währt am längsten, auch bei der Optimierung des Lebenslaufs


Darum: Seid ehrlich und holt euch damit sogar Pluspunkte. Stellt eure Stärken heraus, denn die qualifizieren euch für den Traumjob. Lasst Schwächen nicht einfach weg, sondern nennt sie und begründet sie. Zeigt dem möglichen Arbeitgeber, dass ihr euch mit ihnen auseinandersetzt.

Für betriebsbedingte Kündigungen kann der Arbeitnehmer in der Regel nichts, dann könnt ihr das auch in den Lebenslauf schreiben. Ansonsten müsst ihr aber keine Gründe für eine Kündigung in einer vorigen Anstellung angeben.

Habt ihr eine kurze Periode der Arbeitslosigkeit in der Karriere, dann gebt das auch so an und versucht es nicht durch Begrifflichkeiten wie „Berufliche Neuorientierung“ zu kaschieren, es sei denn, ihr habt tatsächlich Seminare belegt oder eine Weiterbildung besucht. Der Personaler weiß sofort, dass hier etwas beschönigt werden soll.

Lebenslauf professionell optmieren lassen?


Mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit, sich Motivationsschreiben und Lebensläufe professionell aufhübschen oder gar komplett anfertigen zu lassen, was durchaus umstritten ist.

Dabei sucht man sich einen entsprechenden Anbieter, gibt ihm die nötigen Daten und der fertigt daraus die entsprechenden Dokumente an. Illegal ist das nicht. Allerdings moralisch mindestens fragwürdig. Dass sich jeder einmal Hilfe holt und den sprachlich versierteren Bruder über die Bewerbung schauen lässt, ist normal.

Aber die komplette Bewerbung von jemand anderem schreiben zu lassen, das ist etwas anderes. Und kann durchaus auffallen, wenn die Bewerbung am Ende „zu perfekt“ ist. Die Nachfrage nach derartigen Dienstleistungen steigt, letztlich muss jeder selbst wissen, ob er sich auf so etwas einlässt oder die persönliche Note der Bewerbung behalten möchte.

Fazit: Einen Lebenslauf zu tunen ist in gewissem Maße legitim, sollte aber nicht übertrieben werden. Darauf müsst ihr in eurer Bewerbung achten! Von echten Lügen besser komplett die Finger lassen und sich lieber an die Wahrheit halten. Die Konsequenzen sind nämlich oft nicht wünschenswert.

Bildquelle: Vielen Dank an geralt für das Bild (© geralt/www.pixabay.de).

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