Initiativbewerbung - Tipps für das Anschreiben

Initiativbewerbung - Tipps für das Anschreiben Hat man das Studium erfolgreich abgeschlossen, kann man sich endlich in den Arbeitsmarkt stürzen. Eigentlich hat man auch schon seinen Traumjob im Auge, doch dann schreibt das Unternehmen keine Stelle aus. Nun kann man entweder warten, was nicht wirklich eine praktikable Alternative ist oder man schaut sich notgedrungen anderweitig um. Man kann aber auch einfach selbst aktiv werden: mit einer Initiativbewerbung.

Informationen sammeln


Wer eine Initiativbewerbung versenden will, sollte nicht gleich wild drauflos schreiben und auch keinen Standardbrief für 20 Unternehmen wegschicken. Eine Initiativbewerbung ist, anders als man es häufig liest, keine Blindbewerbung.

Bei einer Blindbewerbung wird nach dem Prinzip Hoffnung ein Standardanschreiben aufgesetzt und dann an mehrere Unternehmen geschickt. Davon ist generell abzuraten, denn so etwas landet in der Regel direkt im Papierkorb.

Will man sich initiativ bei einem Unternehmen bewerben, muss man sich vorher genau mit dem möglichen neuen Arbeitgeber auseinander setzen. Was zeichnet die Firma aus? Wer ist mein potenzieller Ansprechpartner? Wo habe ich tatsächlich Chancen auf Erfolg?

Denn anders und noch mehr als bei der Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle gilt es hier, den Personaler oder den Abteilungsleiter vollkommen von sich selbst zu überzeugen.

Wer ausschreibt, braucht eine Arbeitskraft. Ist aber keine Stelle zu besetzen, dann müsst ihr den Ansprechpartner davon überzeugen, dass ihr eine echte Verstärkung seid, neuen Wind mit- und das Unternehmen nach vorne bringt. Denn zunächst einmal werden ihr nicht gebraucht. Also müsst ihr gewollt werden.

Die Initiativbewerbung beginnt mit dem Anruf in der Firma. Meist ist es keine gute Idee, einfach die Unterlagen hinzuschicken und zu warten. Wer sich vorher telefonisch meldet, sich nach dem Ansprechpartner und der generellen Motivation, Leute einzustellen, erkundigt, macht einen guten und interessierten Eindruck.

Im besten Fall kann man da auch schon anklingen lassen, warum es eine gute Idee wäre, sich näher mit der eigenen Person zu befassen. Alternativ dazu bietet sich auch eine Jobmesse als Erstkontakt an! Dort kann man recht zwanglos mit Unternehmen ins Gespräch kommen und bereits auf sich aufmerksam machen.

Anschreiben Initiativbewerbung - Keine Kurzbewerbung


Hat man einen ersten Eindruck hinterlassen, dann geht es an die Initiativbewerbung selbst. Hier sollte man eine ausführliche Bewerbungsmappe vorbereiten und keine Kurzbewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf wegschicken.

Neben diesen beiden wichtigsten Dokumenten gehören also auch Hochschulzeugnisse, Arbeitszeugnisse und Arbeitsproben rein. Ob man die Mappe dann per Email oder besser per Post verschickt, sollte man im Vorgespräch klären.

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Die eigentliche Bewerbung unterscheidet sich im Kern kaum von einer „normalen“ auf eine ausgeschriebene Stelle.

Der Betreff des Anschreibens in einer Initiativbewerbung sollte deutlich machen, worum es geht.

Der eigentliche Fließtext kann und sollte ruhig etwas offensiver gestaltet sein. Es gilt, dem Unternehmen deutlich zu machen, welchen Mehrwert ihr bietet. Daher solltet ihr Einschränkungen wie „eventuell“ oder „möglicherweise“ weglassen und ganz direkt benennen, welche Ideen, Stärken und Fähigkeiten man hat.

Der Personaler muss nach dem Lesen das Gefühl haben: „Ja, das ist genau der bzw. die Richtige, um uns nach vorn zu bringen.“

Reizpunkte wie Gehaltsvorstellungen kann man im Anschreiben erst einmal noch außer Acht lassen, denn damit wird sich spätestens im hoffentlich bald anberaumten Vorstellungsgespräch befasst und hier könnt ihr dann ruhig auch etwas mutiger verhandeln. Immerhin habt ihr das Unternehmen bereits dazu gebracht, euch einzuladen obwohl es gar keine offene Stelle gab.

Fazit: Ihr solltet euch nie vor einer Initiativbewerbung scheuen, wenn ihr einen ganz bestimmten Job haben wollt, denn wenn ihr es richtig anstellt, ist sie sehr erfolgversprechend. Übrigens unabhängig davon, ob es sich nun um ein Start-Up oder einen börsennotierten Big Player handelt.

Bildquelle: Vielen Dank an Anton Porsche (superanton.de) für das Bild (© Anton Porsche (superanton.de) / pixelio.de).



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von thomas101979
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