Die besten deutschen Hochschulen 2024 laut Hochschulranking

Die besten deutschen Hochschulen 2024 laut Hochschulranking
Jedes Semester aufs Neue stellen sich Millionen von potenziellen Studienanfängerinnen und Studienanfängern dieselbe Frage: „Was soll ich wo studieren?“

Die schier endlose Auswahl an Studiengängen und Hochschulen sorgt bei vielen Studieninteressierten für Kopfzerbrechen. Um den Entscheidungsprozess ein wenig zu erleichtern werden neben Studienwahltests häufig sogenannte Hochschulrankings zurate gezogen. Inwieweit die Rankings wirklich bei deiner Entscheidung helfen können, haben wir für dich einmal unter die Lupe genommen.

Vorlesungssaal Hochschule

Studieren: Ja, aber was und wo?


Mit deinem Studium stellst du die Weichen für deine berufliche Zukunft. Bevor du ein Studium aufnimmst, solltest du dir daher ausreichend Gedanken darüber machen, was du wo studieren möchtest. Oftmals ist das aber leichter gesagt als getan. Der endlos große Pool an Möglichkeiten führt in den meisten Fällen erstmal zu Überforderung.

Zum Glück seid ihr mit dieser wegweisenden Entscheidung nicht allein. Es gibt zahlreiche Hilfen, die euch den Entscheidungsprozess erleichtern und euch auf eurem Weg zum passenden Studium unterstützen. Eine Unterstützung können dabei diverse Hochschulrankings sein. Bei diesen Rankings werden unterschiedliche Hochschulen und Studiengänge anhand verschiedener Kriterien miteinander verglichen, um so die vermeintlich besten und schlechtesten Hochschuleinrichtungen zu ermitteln.

Wir haben einmal geschaut, was genau es mit diesen Rankings auf sich hat und inwiefern die Hochschulrankings bei der Studienwahl eine Rolle spielen sollten.

Tipp: Falls du noch unsicher bist, welcher Studiengang der Richtige für dich ist, dann teste dich kostenlos mit unserem wissenschaftlich fundierten Studienwahltest.


Was genau sind Hochschulrankings?


Der Sinn eines Hochschulrankings ist es, die Bildungsqualität verschiedener Hochschulen objektiv miteinander zu vergleichen und so die Performance und die Leistungsfähigkeit der Hochschulen in Form einer Rangliste abzubilden.

Dieser Vergleich erfolgt in den meisten Fällen anhand unterschiedlichster Kriterien. So findet man beispielsweise Datenerhebungen zu digitalen Lehrmöglichkeiten und zur Ausstattung der Arbeitsplätze, aber auch zu Meinungen von Personalverantwortlichen diverser Unternehmen. Die Rankings sollen dabei neben zukünftigen Studierenden auch Arbeitgebenden und politischen Entscheidungsgremien als kompakte Informationsquelle dienen. Außerdem sollen die Rankings für mehr Transparenz auf dem Bildungsmarkt sorgen.

Ihren Ursprung haben die Hochschulrankings in den USA. Aber auch weltweit erfreuen sich die Rankings einer immer größeren Beliebtheit. Auffallend bei den weltweiten Rankings ist allerdings die sehr deutliche Dominanz angelsächsischer Institutionen auf den vorderen Plätzen. Eine beispielsweise asiatische oder europäische Hochschuleinrichtung verirrt sich nur selten in die Top 20.

Harvard Hochschulranking

Die Top 5 teilen sich fast immer US-amerikanischen und britische Elite-Institutionen. Deutsche Hochschulen sucht man hier vergeblich.
Um dieser angelsächsischen Vormachtstellung entgegenzuwirken und so auch Hochschulen anderer Länder eine Plattform zu bieten, gibt es mittlerweile auch Rankings, die sich ausschließlich auf europäische und deutsche Hochschuleinrichtungen beziehen. Denn sind wir mal ehrlich, Harvard oder Cambridge sind aus finanziellen Gründen (Stichwort: Semestergebühren) für viele keine Option. Besonders wenn man bedenkt, dass das Studieren hier bei uns in Deutschland (mal abgesehen vom Semesterbeitrag) an den meisten Hochschulen mehr oder weniger kostenlos ist.

Was sind die populärsten Rankings?


Bestes Hochschulranking

Es gibt also mittlerweile verschiedenste Ranglisten von zahlreichen Agenturen und Herausgebern weltweit. Damit du dich nicht im Ranking-Dickicht verlierst, haben wir die wichtigsten und für dich relevantesten Hochschulrankings recherchiert:

1.) THE (Times Higher Education) University Ranking


Das Ranking wird jährlich vom britischen THE-Magazin herausgegeben. Das Hochschulranking vergleicht über 1.400 Institutionen in mehr als 92 Ländern und ist damit nach eigenen Angaben das größte und diverseste Hochschulranking weltweit. Es fließen 13 verschiedene Kriterien in den Bereichen Lehre, Forschung, Wissenstransfer und internationaler Ruf und Zusammenarbeit in die Bewertung ein. Auffällig dabei ist, dass sich in den Top 10 bis auf zwei britische Institutionen ausschließlich US-amerikanische Hochschulen befinden. Die beste deutsche Hochschule ist die LMU München auf Rang 32.
Hier geht’s zum Hochschulranking 2024.

2.) Das Wirtschaftswoche Uni-Ranking


Die Wirtschaftswoche erhebt einmal jährlich, welche deutschen Hochschuleinrichtungen bei Personalverantwortlichen den besten Ruf genießen. Es werden dabei mehr als 500 Personaler befragt, von welchen Unis sie am liebsten neue Mitarbeitende rekrutieren. Der Schwerpunkt liegt dabei eher auf wirtschaftlichen und technischen Fächern. Auf den vorderen Plätzen finden sich daher meist große Unis wie etwa die LMU München, die TU Berlin oder die Uni Köln, die allesamt einen technischen bzw. wirtschaftswissenschaftlichen Fokus haben.

Außerdem kannst du dir das Ranking nur anschauen, wenn du die Wirtschaftswoche kostenpflichtig abonnierst.

3.) StudyCheck Award


Der StudyCheck Award wurde 2013 ins Leben gerufen und bezieht sich ausschließlich darauf, wie Studierende eine Institution bewerten. Der Score wird dabei aus einer Sternebewertung und einer Weiterempfehlungsrate ermittelt. Studierende können dabei bis zu 5 Sterne vergeben. Platz 1 im Gesamtranking belegt aktuell die FHDW Hannover.

Hier geht’s zum StudyCheck Award 2022.

4.) Shanghai Ranking


Das Shanghai Ranking ist ein von der Jiaotong-Universität Shanghai durchgeführtes weltweites Hochschulranking. Der Hauptfokus des Rankings ist die Qualität der Forschung an verschiedenen Hochschuleinrichtungen. Bewertungskriterien sind dabei unter anderem die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen, Nobelpreise und die Anzahl der Zitationen. Die besten 500 werden in einer Rangliste veröffentlicht. Auch hier ist wieder auffällig, dass sich unter den ersten 20 fast ausschließlich US-amerikanische Institutionen befinden. Als erste deutsche Hochschule taucht auch hier die LMU München auf Platz 51 im Ranking auf.

Hier geht’s zum Shanghai- Ranking.

5.) Das CHE-Ranking


Das CHE-Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung und des ZEIT-Magazins gilt als Deutschlands größtes Hochschul-Ranking. Beim CHE-Ranking werden neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung, Forschungserfolgen, Arbeitsmarkt und Berufsbezug auch die Urteile von Studierenden und Dozierenden in die Bewertung miteinbezogen.

Die Hochschulen werden dabei nicht wie in den anderen Hochschulrankings anhand ihrer Gesamtpunktzahl in Ranglisten eingeteilt. Stattdessen werden sie den drei Ranggruppen „Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe“ zugeordnet.

Anhand 34 verschiedener Indikatoren werden spezifische Fächer oder Aspekte einer Hochschule verglichen, sodass am Ende 34 verschiedene Ranglisten entstehen. Dadurch sollen minimale Unterschiede zwischen den Hochschulen nicht überbewertet werden und das Bewertungssystem somit gerechter sein. International ist das CHE hoch angesehen. Die European University Association bezeichnete das CHE Hochschulranking sogar als das beste Modell weltweit.

Da die Datenerhebung allerdings sehr aufwendig ist, werden nicht alle Fächer jedes Jahr aufs Neue Untersucht, sondern jedes Fach alle 3 Jahre.

Welche Fächer das CHE in diesem Jahr untersucht hat, findest du hier. Ein kleiner Nachteil des CHE ist allerdings, dass du dich kostenfrei registrieren musst, um das Hochschulranking sehen zu können.

Die besten Hochschulen in Deutschland


In den internationalen Rankings stehen die Münchner Hochschuleinrichtungen hoch im Kurs. Im Times Ranking erreicht die LMU München sogar Platz 32 und ist damit sogar unter den Top 50. Auch im Shanghai Ranking schneidet die LMU relativ gut ab und landet auf Platz 51 von 500, dicht gefolgt von der TU München auf Rang 52. Auch die Uni Heidelberg schneidet international recht gut ab und belegt beim Shanghai Ranking eine guten 57sten Platz und beim THE Hochschulranking Rang 42.

Aus internationaler Sicht sind die besten drei Hochschulen in Deutschland also:

1.) LMU München
2.) Uni Heidelberg
3.) TU München


Beste Uni in Deutschland

Das CHE bewertet nach Fächern und bestimmt nicht pauschal welche Hochschuleinrichtung fächerübergreifend die Beste ist. Wenn du schon weißt, welches Fach du studieren willst, gibt dir das CHE Hochschulranking eine Aussage darüber, welche Hochschule für dein Wunschfach am besten abschneidet.

Die Vorteile und Nachteile von Hochschulrankings


Durch die Rankings wird der Wettbewerb im Hochschulbildungssektor gesteigert.
Die gut abscheidenden Einrichtungen können sich über eine Belohnung in Form von finanziellen Zuschüssen und einem größeren Studierendenzulauf freuen.

Schlechter abschneidende Institutionen werden dazu gezwungen, ihre Lehrqualität zu verbessern. Außerdem entsteht so eine gewisse Transparenz auf dem Bildungsmarkt.

Vorteile:

Hochschulranking Vorteile

+ Transparenz auf dem Bildungsmarkt

+ mehr Wettbewerb

+ mehr Zulauf und finanzielle Unterstützung für gut abschneidende Hochschulen

Besonders die großen internationalen Hochschulrankings dienen eher als politisches Instrument und sollen Investorinnen und Investoren dazu anregen in die Hochschuleinrichtungen und deren Forschungsprojekte zu investieren. Der Aspekt der Studienorientierung spielt eher eine zweitrangige Rolle.

Außerdem stehen die Erhebungsmethoden und die schlechte Vergleichbarkeit spezifischer Fächer immer wieder in der Kritik. Inhaltliche Aspekte und lokale Besonderheiten einzelner Studiengänge und Hochschulen können bei den verwendeten Erhebungsmethoden meist nicht berücksichtigt werden, was eine ausreichend differenzierte Bewertung unmöglich macht.

Auch die an Personaler gerichteten Hochschulrankings stehen in der Kritik, weil sie sich in den meisten Fällen auf persönliche Präferenzen stützen. Viele Personalverantwortliche bevorzugen die Hochschuleinrichtungen, an denen sie selbst studiert und gut abgeschnitten haben. Die tatsächlichen Leistungen der Fächer sind nebensächlich.

Nachteile:

Hochschulranking Nachteile

- Hochschulrankings als politisches Instrument statt als Hilfsmittel zur Studienwahl

- Probleme bei statistischer Erhebung

- Unzureichende Differenzierung (inhaltliche Aspekte und Besonderheiten einzelner Studiengänge können nicht berücksichtigt werden)

- Personaler-Rankings basieren meist ausschließlich auf persönlichen Präferenzen und sind daher wenig aussagekräftig

Inwiefern sollte ich Hochschulrankings bei meiner Studienwahl berücksichtigen?


Als erste Orientierung für die Studienwahl können Hochschulrankings durchaus sinnvoll sein. Bevor du diverse Rankings zurate ziehst, solltest du dir aber zunächst überlegen, welche Aspekte dir ganz besonders wichtig sind. Wenn du zum Beispiel großen Wert darauf legst, dass deine zukünftige Hochschule in Sachen Forschung ganz vorn mit dabei ist, kannst du dir das Shanghai Ranking anschauen. Wenn dir hingegen wichtiger ist, dass du dich als Studierender im universitären Umfeld wohlfühlst, kannst du dir die Ergebnisse des StudyCheck-Rankings ansehen. Hier werden ausschließlich die Bewertungen Studierender berücksichtigt.

Hochschulranking als Hilfe bei der Studienwahl

Du solltest aber immer im Hinterkopf haben, dass kein Hochschulranking zu 100 Prozent objektiv sein kann. Es werden bei jedem Ranking immer nur bestimmte Faktoren berücksichtigt und andere dabei komplett außer Acht gelassen. Das Lernumfeld und die Lernqualität für Studierende lässt sich beispielsweise kaum vergleichen und welchen Einfluss eine Hochschule auf das Leben des Studierenden hat, kann gar nicht erst erhoben werden.


Du solltest also nie eine Entscheidung ausschließlich auf einem Ranking basierend treffen. Es gibt zahlreiche Faktoren, die du bei deiner Studienwahl berücksichtigen solltest und die teilweise nur dich persönlich betreffen. Dem kann ein Hochschulranking einfach nicht gerecht werden. Input hierzu findest du auch in unserem Magazinartikel "Die Qual der Studienwahl".


Am besten ist es, wenn du dich vor Ort bei deiner Wunschhochschule informierst. So bietet beispielsweise jede Hochschuleinrichtung einen „Tag der offenen Tür“ an. Dort können die einzelnen Fachschaften ihre Inhalte vorstellen und du hast die Möglichkeit, direkt mit den Dozierenden in Kontakt zu treten und Fragen zu stellen. Außerdem kannst du dich an die Studienberatung wenden und einen persönlichen oder telefonischen Beratungstermin vereinbaren. Zusätzlich hast du auch immer die Möglichkeit, dich als Gasthörer in einige Vorlesungen zu setzen und einfach mal zu schauen, wie sich das Ganze für dich anfühlt.

Ein Hochschulranking versucht einen Gesamteindruck abzubilden. Einzelne, für dich ganz persönlich wichtige Faktoren können dabei leider nicht berücksichtigt werden.


Fazit:
Als erster Überblick sind die Hochschulrankings durchaus hilfreich. Besonders dann, wenn es dir wichtig ist, an einer renommierten Hochschule zu studieren. Wenn du bereits weißt, welches Fach du studieren möchtest, ist das CHE-Rankig durchaus empfehlenswert. Hier kannst du gezielt schauen, welche Institution für dein Fach im Deutschlandvergleich am besten abgeschnitten hat.
Dabei musst du aber beachten, dass nicht alle Fächer jedes Jahr untersucht werden. Schlussendlich kommt es aber auf dein persönliches Gefühl und deine Präferenzen an. Nur weil eine Hochschule in einem Ranking nicht gut abschneidet, bedeutet das nicht, dass die Hochschule schlecht ist und deinen Ansprüchen nicht gerecht werden kann. Überzeuge dich am besten einfach selbst von der Qualität. Außerdem spielt es bei der Jobsuche in Deutschland in der Regel keine Rolle, wo du deinen Abschluss gemacht hast.

… Außer du warst in Harvard. Das bringt dir unter Umständen schon ein paar Pluspunkte ein. ;)

Vielen Dank an Nataliya Vaitkevich, Matthis, Anna Shvets, ROCKETMANN TEAM und cottonbro @pexels.com

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