So schreibst du in der Vorlesung richtig mit

So schreibst du in der Vorlesung richtig mit Die meisten Studenten – vor allem Studenten im ersten Semester - schreiben das Gehörte einfach nur auf, um sich dann während der Prüfungsphase durch dicke Ordner zu quälen, die seitenweise nichts als aneinander gereihte Stichpunkte enthalten. Sie begehen den Fehler nicht strukturiert genug ihre Notizen anzufertigen und sie zu spät noch einmal aufzuarbeiten. Das Potenzial liegt bereits in der Vorlesung selbst. Wer es auszuschöpfen vermag, spart im Nachhinein viel Zeit und Nerven.

Nutze die Technik der 3x-Notation

Für die Technik der 3x-Notation bedarf es lediglich einer Einteilung deines Blattes in drei Felder, wovon jedes eine eigene Funktion erfüllt. Hast du diese Technik einmal verinnerlicht, schreibst du künftig in jeder Vorlesung richtig mit.

Feld 1: Dieses Feld bildet das Fundament deiner Mitschrift. Stichpunktartig formulierst du hier deine Ergänzungen zum Skript. Falls kein Skript vorhanden ist, notierst du in komprimierter Form den Inhalt der aktuellen Vorlesung.

Feld 2: Zu den altbewährten Mitteln für das strukturierte Arbeiten und Lernen zählt nach wie vor die Mindmap. Überleg dir für das aktuelle Thema eine Gliederung mit Ober- und Unterbegriffen und halte diese so kurz, aber verständlich wie möglich. Wann immer ein neuer Teilaspekt des Themas angesprochen wird, kannst du ihn - nach Beenden des ersten Stichpunktes dazu – in deine Mindmap eintragen.

Achtung: Begehe nicht den Fehler deine Notizen noch einmal komplett in ihrer Gänze in die Mindmap einzutragen! Du würdest während der Vorlesung nur unnötig Zeit und recht schnell den Anschluss verlieren. In der Kürze liegt die Würze.

Feld 3: Dieses Feld ist zur Nachbereitung zu Hause gedacht. Fasse deine Stichpunkte aus Feld 1 bzw. 2 noch einmal in deinen eigenen Worten zusammen. Überlege dir zudem ein oder zwei Fragen, die der Prüfer dazu stellen könnte und prüfe, ob du sie anhand deiner Zusammenfassung ausreichend beantworten könntest. Den größten Teil der Arbeit hast du bereits erledigt, wenn du in der Vorlesung richtig mitschreibst, sodass du hier nicht mehr viel Zeit investieren musst.

Diese Technik der 3x-Notation ist deshalb so effektiv, weil du den Vorlesungsstoff 1x gehört und durch das Abarbeiten der einzelnen Felder das Gehörte bereits 3x wiederholt hast. Dadurch bleibt viel mehr im Langzeitgedächtnis hängen und das Beste daran ist: Während deine Kommilitonen sowie die meisten Studenten ziemlich überlastet damit sind dicke Ordner wälzen und viele Stunden investieren müssen, um den Stoff komplett aufzuarbeiten, hast du bereits lange vorher dein Lernmaterial um einen Großteil reduziert.

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Höre genau zu

Wer seine Ohren spitzt, erleichtert sich das Leben ungemein. Zwischendurch, ganz unscheinbar, werden kleine Bemerkungen eingeschoben, die Aufschluss über die Priorität der Themen geben können.

Achte gezielt auf Sätze wie „Ich erzähle Ihnen das, damit Sie es wenigstens einmal gehört haben“ oder „Das werde ich in der Prüfung nicht abfragen“. Mach dir zu den entsprechenden Themen bzw. Stichpunkten einen Vermerk, dass sie eine sehr niedrige Priorität beim Prüfer haben und daher später nicht bis ins kleinste Detail gepaukt werden müssen.

Mach dir ein rotes Ausrufezeichen an Sachverhalte, die mit einem „Das müssen Sie wissen“ oder „Das erwarte ich, dass Sie das können“ kommentiert wurden. Meistens werden diese Dinge abgefragt oder müssen angewendet werden.

Notiere dir auch Fragen, die gestellt werden, und unterstreiche jene, die mehrfach gefragt wurden. Die Chance ist sehr groß, dass diese Fragen dann auch in der Prüfung gestellt werden.

Stelle deine Fragen

Du hast etwas nicht verstanden oder eine Frage, die über das aktuelle Thema hinaus geht? Natürlich kannst du in diesem Fall stundenlang zu Hause das Internet durchforsten und auf Antwort hoffen. Du könntest aber auch die Gelegenheit beim Schopfe packen und den entsprechenden Professor oder Referendar während der Vorlesung direkt zu deinem Problem befragen. Ein Student, der nachfragt, ist gern gesehen und bleibt gegebenenfalls auch eher im Gedächtnis.

Vergeude deine Zeit nicht damit deine Fragen zu Hause allein klären zu wollen. Denn vergiss nicht: Was du während der Vorlesung erledigt hast, stiehlt dir nicht deine Freizeit. Und keine Angst vor deinen mit den Augen rollenden Kommilitonen: Es befindet sich immer mindestens einer unter ihnen, der sich zu einem späteren Zeitpunkt genau die gleiche Frage stellen wird.

Finde den richtigen Schreibstil

Das richtige Mittelmaß zwischen einer zügigen Schreibweise und guter Lesbarkeit stellt einen entscheidenden Faktor dar. Wer schön schreibt, bekommt häufig nur die Hälfte mit und garantiert keinen Preis dafür. Du bist auf die Mitschriften deiner Kommilitonen angewiesen und musst zu Hause nacharbeiten, was du während der Vorlesung bereits hättest erledigt haben können. Es reicht also, wenn du nur so ordentlich schreibst, sodass du auch zu Hause noch in der Lage bist deine Notizen problemlos zu entziffern. Schließlich ist die freie Zeit, die dir als Student zur Verfügung steht, viel zu kostbar, um sie mit dem Übersetzen deiner eigenen Wörter zu vergeuden. Ordnung muss sein.

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Entwickle Gewohnheiten


Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Im Verlauf seines Lebens entwickelt jeder Mensch gewisse Routinen bzw. sich täglich wiederholende Abläufe. Wenn du dich selbst einmal beobachten würdest, stelltest du sicher fest, dass du ebenfalls bestimmte Dinge im Alltag ganz automatisiert tust. Sei es nach dem Aufstehen der tägliche Gang ins Badezimmer, vor Verlassen des Hauses der prüfende Blick in den Spiegel oder das Packen deiner Tasche für den nächsten Tag. Einzelne oder mehrere aufeinander folgende Handlungen – du tust sie, ohne groß darüber nachzudenken und das jeden Tag aufs Neue. Mach dir diese Automatisierung zu Nutze.

Wenn wir gegen unsere Gewohnheiten handeln, entwickeln wir eine Art inneren Widerstand und im Endeffekt wissen wir zwar, was wir tun müssten, tun es aber trotzdem nicht. Also liegt es nahe, dass wir erst etwas zu unserer Gewohnheit machen müssen, damit es später ganz automatisch funktioniert - so auch das Lernen bzw. Mitschreiben.

Verinnerliche das System der 3x-Notation - oder ein für dich passendes - und wende es an. Je mehr Vorlesungen du hinter dir hast, desto leichter wird dir diese Methode fallen und schließlich erscheint es dir als das Natürlichste von der Welt. Unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt deines Studiums du diese Tipps hier liest, um künftig in der Vorlesung richtig mitzuschreiben, du solltest stets versuchen am Ball zu bleiben. Es lohnt sich!

Motiviere dich selbst


Ob Studienanfänger oder bereits seit ein paar Semestern dabei: Irgendwann hat jeder so seine Phase, wo er durchhängt. Die Lust auf Vorlesungen und Übungen hält sich in Grenzen und je nach Fach erreicht deine Stimmung ihren Tiefpunkt. An solchen Tagen ist es schwer sich an die guten Vorsätze zu halten und weiterhin ordentlich seine Notizen zu machen.

Motiviere dich selbst! Denk dir auf dem Weg zur Vorlesung etwas aus, womit du dich zu Hause für dein Durchhaltevermögen belohnen kannst. Schreib dir auf einen Zettel die Beweggründe für dein Studium auf und lies sie dir durch, wenn du erneut das Bedürfnis hast deine Stirn dem Tisch vor dir wieder näher bringen zu wollen. Schnapp auch in den Pausen etwas frische Luft, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Keine Sorge, auch ein Tag an der Uni/Hochschule geht zu Ende.

Gehe zu den Vorlesungen


Eine gute Mitschrift hört nicht nach ein oder zwei Vorlesungen auf. Die Summe der Zusammenfassungen von jeder einzelnen Vorlesung ergibt am Ende das große Ganze, das dir helfen soll die Prüfung zu bestehen. Solltest du einmal verschlafen haben, krank gewesen sein oder an akuter Unlust gelitten haben: Davon geht die Welt nicht unter. Du hast Kommilitonen, die du um ihre Aufzeichnungen bitten kannst.

Aber vergiss nicht: Der Lerneffekt ist während der Vorlesungen am höchsten. Einmal zuhören und dreimal wiederholen und das in nur 60 – 120 Minuten, die du ohnehin in der Hochschule verbringst. Außerdem zeigen Studien, dass erhöhte Abwesenheit während der Vorlesungen die eigenen Leistungen negativ beeinflussen. Daher ist dieser Tipp wahrscheinlich der wichtigste: Auch wenn es schwer fällt, geh möglichst zu jeder Vorlesung. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage: Zu Hause hast du noch viel weniger Lust alles nachzuarbeiten.

Schone deine Augen


Fernseher, PC, Laptop, Tablet, Smartphone – es gibt noch weitere Quellen, die deine Augen strapazieren. Daher empfehlen wir, während der Vorlesungen auf tragbare Geräte zu verzichten und ganz klassisch mit Papier und Stift deine Notizen anzufertigen.

Solltest du es dennoch vorziehen deine Mitschriften elektronisch zu verfassen, würde ich dir empfehlen sie im Nachhinein auszudrucken. Generell lässt es sich besser auswendig lernen und verstehen, wenn du alle deine Unterlagen in Papierform vor dir hast. Skripte bestehen leider nur selten aus zehn Folien, was das Lernen am Computer zu einer Tortur werden lassen kann. Außerdem wirst du als Student ohnehin einiges ausdrucken müssen (Praktikumsanleitungen, Protokolle, skriptspezifische Formelsammlungen, etc.).

Unsere Empfehlung: Der Verbrauch von Druckerpatronen, Papier, Blöcken und Schreibutensilien ist wesentlich höher als in der Schule. Achte also darauf, dass du rechtzeitig daran denkst dir Nachschub zu besorgen. Zu diesem Zweck ist Prindo.de dein optimaler Ansprechpartner.

Fazit: In der Vorlesung richtig mitzuschreiben, spart dir jede Menge Zeit, die du sinnvoller und vor allem unterhaltsamer gestalten kannst. Zusätzlich wird dein Lernerfolg durch das mehrfache Wiederholen des Stoffes, z.B. durch das Lernen mit Karteikarten, gesteigert und dir wird einiges an Arbeit und Stress während der Prüfungsphase abgenommen. Es lohnt sich also.

Bildquellen
Titelbild: Vielen Dank an Free-Photos (©Free-Photos/www.pixabay.de) für das Bild.
Fließtext: Vielen Dank an fill (©fill/www.pixabay.de) für das Bild


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