Das perfekte Handout

Das perfekte Handout Referate sind mittlerweile fester Bestandteil des Studiums. Das sorgt bei vielen eher für Überforderung als für Freude. Den Weg zu einem perfekten Referat haben wir dir bereits gezeigt. Nun helfen wir dir dabei, dein Handout auf Vordermann zu bringen! Auch, wenn es eine Vielzahl an Handout Vorlagen im Netz gibt, solltest du dir zuallererst im Klaren darüber werden, was ein gutes Handout überhaupt ausmacht.

Welche Funktion hat das Handout?

Bevor du dein Handout verfasst, solltest du dir immer vor Augen führen, welchen Zweck das Paper hat. Klar: Es begleitet den Vortrag. Aber viel wichtiger: Es dient der Orientierung deiner Zuhörer. Sie können deiner freien Rede so besser folgen, eigene Notizen machen und behalten das, was du erzählst, leichter. Außerdem unterstützt das Handout die Nachbereitung deines Vortrages. All diese Funktionen solltest du im Hinterkopf haben, wenn du dich an das Handout setzt. Stell dir die simple Frage: Was würde mir dabei helfen, einem Vortrag besser folgen zu können?

Ein Handout sollte obendrein auch für StudentInnen schlüssig sein, die durch bspw. Krankheit deinem Referat nicht folgen konnten. Es müssen also in kurzer und knapper Form alle wichtigen Fakten und Erkenntnisse dargestellt werden. So kann jeder auch einige Monate später noch die wesentlichen Aspekte des Referatsthemas greifen und sich einen guten Überblick verschaffen.

Aufbau von einem Handout


Kopfzeile
Wie in jeden offiziellen Brief, gehört auch auf ein Handout ein sogenannter „Kopf“. Konkret heißt das, dass du die Universität und Fakultät, das Institut und den Dozenten nennst. Achtung: Denke daran, den vollständigen Namen deines Dozenten zu nennen! Hat er einen Professorentitel? Dann musst du diesen aufführen. Sinnvoll ist auch, wenn du den Namen deines Seminars aufführst. Mit auf’s Handout muss ebenfalls das aktuelle Semester (z.B. Wintersemester 2020/2021), das Datum und natürlich dein Name.

Thema
So banal es klingt, vergessen werden darf es trotzdem nicht: Dein Referatsthema muss mit aufs Handout! Am besten sollte es optisch hervorgehoben werden, zum Beispiel mit Fettdruck oder Unterstrich.

Inhalt
Grundsätzlich solltest du nur die wichtigsten Aspekte deines Vortrages ins Handout aufnehmen. Denk daran, dass deine Kommilitonen nicht nur dir zuhören müssen, sondern auch gleichzeitig mitschreiben und das Vorgetragene nachvollziehen möchten. Deswegen ist Übersichtlichkeit und Kürze das A und O vom Handout.

Nutze keine ausschweifende Sätze, um einen Themenkomplex zusammen zu fassen, sondern, wo möglich, Stichpunkte. Diese kannst du durch Spiegelstriche unterteilen. Halte dich in jedem Fall mit den Informationen auf deinem Handout an die Reihenfolge, in der du auch deinen Vortrag hältst. Sonst sorgst du nur für Verwirrung bei deinen Zuhörern.

Außerdem solltest du den Inhalt auf deinem Handout in verschiedene Themenblöcke unterteilen und diese optisch kennzeichnen (durch eine entsprechend fett gedruckte Überschrift etc.). Auch das dient der Übersichtlichkeit und damit der Orientierung deiner Mitstudenten! Ein Tipp: Wenn du schwierige Begriffe oder Fremdwörter in deinem Vortrag benutzt, definiere sie am besten auf dem Handout in dem jeweils passenden Themenblock.

Quellenangaben
An den Schluss deines Handouts gehört eine Auflistung der Quellen, die du genutzt hast. Literaturangaben (samt Buchtitel, Erscheinungsjahr und Seitenzahl) werden alphabethisch nach dem Nachnamen des Autors geordnet und aufgelistet. Wenn du Quellen aus dem Internet benutzt hast, musst du neben der Internetadresse zudem auch das Datum deines letzten Abrufes der Seite angeben.

Schriftart
Welche Schriftart solltest du für dein Handout auswählen? Schreibprogramme bieten eine schier endlose Auswahl an Schriftarten an, doch nur wenige eignen sich für ein Handout. Halte dich am besten an die standardmäßigen Schrifttypen wie Arial, Times New Roman oder Calibri, denn diese sind gut lesbar und schnell vom Auge zu erfassen. Kreative Handouts mit außergewöhnlichen Schriftarten sollten eher in kreativen Fächern eingesetzt werden. Deine MitstudentInnen werden eher abgelenkt sein, wenn sie eine schnörkelige oder andersartige Schrift zu entziffern versuchen.

Schriftgröße
Die Größe der für dein Handout verwendeten Schrift sollte ebenfalls 11 bis 12 pt. betragen. Gerate nicht in Versuchung die Schriftgröße stark zu minimieren, damit mehr Informationen auf dein Handout passen! Das macht es in jedem Fall nur unleserlich. Versuche dich stattdessen auf die wichtigsten Fakten zu beschränken und Sätze zu verkürzen. Eine sehr große Schrift hingegen sieht auch eher unprofessionell aus. Vielleicht findest du ja weitere Aspekte deines Themas, die du deinem Handout hinzufügen kannst, damit es trotz einer Standard-Schriftgröße nicht leer wirkt.

Die Schriftgröße kannst du natürlich anpassen, wenn du Überschriften und Zwischenüberschriften einfügst. Du kannst diese also entweder ein wenig vergrößern oder aber auch optisch durch Fett-Schreibung hervorheben.

Randbreite
Die Standardbreite für den Rand beträgt 2cm. Dies sieht erstens optisch gut aus und lässt zweitens Raum für Notizen. Gern kannst du diesen Rand auf einer Seite (rechts oder links) etwas verbreitern, damit Platz für Notizen bleibt.

Umfang eines Handouts

Wie wir oben schon beschrieben haben, sollte das Handout nur so ausführlich wie nötig sein! Das heißt, bestenfalls verteilst du nicht zehn Blätter an deine Zuhörer. Passt dein Handout nicht auf eine DIN A4-Seite (beidseitig bedruckt), musst du die Seiten nummerieren und das Handout unbedingt tackern. Nur so verhinderst du, dass während deines Vortrages einzelne Blätter fliegen gehen. Wenn der Platz es dir erlaubt, kannst du den vom System bereits vor eingestellten Rand etwas vergrößern. So haben deine Zuhörer mehr Raum für Notizen.

Grafische Elemente im Handout

Natürlich ist es auch möglich, Tabellen, Bilder, Karten oder ähnliches in ein Handout aufzunehmen. Dies kannst du machen, wenn du eine bestimmte Information bildlich verdeutlichen möchtest. Denk aber daran, dass Bilder deine Zuhörer auch ablenken können und dass Grafiken viel Platz wegnehmen. Deswegen prüfe vorher, ob die Grafik tatsächlich den Nutzen der Verdeutlichung einer Aussage erfüllen, oder ob sie nur schön aussehen und ablenken.
Nutze eine Grafik oder ein Diagramm, wenn die Alternative den Sachverhalt in Worte zu fassen zu umständlich ist.

Das Wichtigste nochmal in Kürze:

  • • Kopfzeile (Name der Uni, der Fakultät, des Seminars, des Dozenten und von dir + Semester + Datum)

  • • Referatsthema

  • • Übersichtlichkeit wichtig, prägnante Stichpunkte verwenden

  • • optische Hervorhebungen von Themenbereichen

  • • Standardschrift verwenden, Schriftgröße 11-12 pt.

  • • Quellenangaben

  • • Länge: 1-2 DIN A4 Seiten



Wann sollte das Handout ausgegeben werden?

Einige Menschen sind der Meinung, dass Handouts erst am Ende des Vortrags verteilt werden sollten, damit man die volle Aufmerksamkeit seiner ZuhörerInnen behält. Jedoch bleibt es voll und ganz in deinem Ermessen.

Es schadet in keinem Fall die Handouts schon vorher auszuteilen, so kann sich die Hörerschaft zu einzelnen Informationen zusätzliche Notizen machen - falls nötig.

Die Qualität des Handouts spielt eine große Rolle. Im Idealfall sind alle Informationen enthalten, so dass niemand etwas hinzufügen muss und die Stichpunkte selbsterklärend sind.
Ist das Handout zu ausführlich, so bewirkt es tatsächlich, dass deine MitstudentInnen dem Vortrag nicht mehr folgen, sondern ins Lesen verfallen.
Ist das Handout zu kurz und knapp, so führt es dazu, dass deine ZuhörerInnen sich die gesamte Zeit Notizen machen und möglicherweise einige Aspekte verpassen.

Fazit: Gar nicht so schwer, oder? Wenn du unsere Tipps beachtest, hinterlässt dein Handout bestimmt einen guten Eindruck. Viel wichtiger aber noch: Deine Zuhörer können das, was du sagst, leichter behalten, denn ein perfektes Handout sollte immer als Erinnerungsstütze dienen können.


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