In 7 Schritten zum perfekten Referat

In 7 Schritten zum perfekten Referat Die meisten Vorträge in der Uni sind entweder schlecht vorbereitet oder langweilig oder auch beides. Laut Statistik gelten ganze 97% der Vorträge als verbesserungswürdig. Das muss aber nicht sein. Du willst, dass dein Vortrag zum spannenden Erlebnis wird? Dann solltest du auf diese sieben Punkte beim Referate halten achten:

1. Ausreichend Zeit für die Vorbereitung einplanen
Klingt wie der elterliche Tenor aus der Schulzeit, macht aber wirklich Sinn. Wenn du dich beizeiten mit deinem Thema auseinander setzt und dich vorbereitest, kannst du das Referat ruhig auf dich zukommen lassen. Vorträge auf Wikipedia-Basis wirken in der Regel beim Zuhörer auch dementsprechend und werden dich nicht ins beste Licht rücken. Dagegen hilft letztlich nur eins: Bücher wälzen in der Bibliothek. Hier findest du einige nützliche Hinweise zur Literaturrecherche. Setze dich intensiv mit deinem Thema auseinander und bilde dir eine eigene Meinung. Diese kannst du dann mit sinnvollen Argumenten in dein Referat einbauen. Sprich das fertige Referat am besten zu Hause schon ein- bis zweimal laut durch, so bekommst du Routine bei der Artikulation und verhaspelst dich dann nicht so oft, wenn es ernst wird.

2. Gliederung
Wie im Deutschunterricht gelernt, besteht das typische Referat aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Einleitung soll das Interesse deiner Zuhörer für das Thema wecken. Günstig ist hier immer das Anführen eines Zitats, einer Anekdote oder das Aufzeigen eines aktuellen Anlasses, der zum behandelten Thema in Bezug steht. Anschließend stellst du kurz dein Thema und deine Gliederung vor. Während des Referates sollte schließlich immer ein roter Faden zu erkennen sein. Dann erklärst du noch die angewendeten Methoden und weist auf die genutzte Literatur hin. Im Hauptteil legst du dann die Forschungslage zu deinem Thema dar und stellst verschiedene Positionen vor. Hier solltest du auf eine präzise und wertfreie Form achten. Konzentriere dich auf wichtige Punkte und langweile deine Zuhörer nicht mit zu viel Stoff. Bei längeren Referaten ist es wichtig, deinen Kommilitonen regelmäßig „Wegweiser“ zu geben. Also am besten zwischendurch immer mal wieder auf die Gliederung hinweisen und jeden neuen Punkt ankündigen. Deine eigenen Forschungsergebnisse und deine persönliche Bewertung des Themas bilden das Ende vom Hauptteil. Welche Ergebnisse hast du dir selbst erarbeitet und wie bewertest du diese im Hinblick auf die bereits vorgestellten Forscher-Theorien? Im Schlussteil fasst du die Kerngedanken deines Themas noch einmal kurz zusammen und verweist auf die Bedeutung für den Zuhörer. Anschließend leitest du in die Diskussion über. Formuliere dabei deine Fragestellung anhand der Zielsetzung des Themas. Ein schnödes: „Gibt es Fragen?“ kommt häufig vor, animiert aber nicht wirklich zur regen Diskussionsteilnahme.

3. Handout
Du bist mit der Vorbereitung so weit und willst die Handouts anfertigen? Dann achte darauf, dass du darauf nur wichtige Kerngedanken und Thesen zum Thema aufführst und deinen Kommilitonen noch genügend Platz für eigene Notizen lässt. Ein ellenlanger Text führt schnell zu Desinteresse. Darüber hinaus gehören auf ein Handout neben den Angaben zum Seminar, Dozent, Thema und Referent vor allem auch ein Verzeichnis der verwendeten Literatur und der Quellen.

4. Die Persönlichkeit entscheidet
Der Vortragende sollte die Sinne der Zuhörerschaft reizen, d.h. du musst versuchen, dass deine Kommilitonen sich in dein Thema hineinversetzen können. Das geht allerdings nur dann, wenn du auch Begeisterung für dein Thema zeigst. Öde Faktenberge prägt sich niemand ein. Wenn du diese aber geschickt mit einer Geschichte verknüpfst, die die Zahlen veranschaulicht, vergrößerst du das Interesse deiner Zuhörer. Du solltest auch darauf achten, deine eigenen Notizen möglichst kurz zu halten, denn fertig formulierte Sätze auf dem eigenen Zettel animieren zum Ablesen. Generell gilt: möglichst frei, langsam und deutlich sprechen und die Zuhörer direkt anschauen anstatt ständig mit der Nase auf dem Stichwortzettel zu hängen.

5. Körpersprache
Gerade stehen sorgt nicht nur für eine gesunde Körperhaltung, sondern wirkt auch souveräner. Außerdem solltest du hektisches Lachen und Gestikulieren vermeiden. Du hast Lampenfieber? Keine Sorge, das ist völlig ok und geht den meisten so. Versuche aber, nicht zu nervös zu wirken, denn das verunsichert auch deine Zuhörer. Tipps gegen Nervosität: Am besten trinkst du vor deinem Referat noch etwas kaltes Wasser (ohne Kohlensäure!) und atmest ein paar Mal tief durch.

6. Humor
Lachen ist gesund und gibt dir die Möglichkeit, die angespannte Stimmung im Seminarraum zu lockern. Durch Humor entsteht eine angenehmere Atmosphäre und deine Kommilitonen werden dir auch viel lieber zuhören. Natürlich sollte es aber auch nicht in hysterische Kicheranfälle ausarten. Der sympathischste Humor ist immer noch spontan. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn du dir zu Hause schon einmal überlegst, welcher Gag vielleicht gut ankommen könnte.

7. Visualisierung
Egal ob PowerPoint Präsentationen oder klassische Folien: sie helfen deinen Zuhörern dabei, deine Informationen zu visualisieren und sollten demnach in jedes Referat mit einbezogen werden. Denn Bilder vergessen wir in der Regel seltener als Worte. Grundsätzlich gilt bei Folien und Präsentationen jedoch: In der Kürze liegt die Würze, d.h. je mehr Infos du in deine Folien packst, desto bedeutungsloser werden sie. Also: kurze Texte und hier ruhig auch mal Bilder statt Worte sprechen lassen. Wie du Schaubilder erstellst, wann du sie einsetzen solltest und wie du Referat, Gestik und Bilder am besten vereinen kannst, wird dir auch noch einmal ausführlich in dem utb-Band "Gekonnt visualisieren" von Norbert Franck und Joachim Stary erklärt.

Fazit: Referate sind immer eine Herausforderung, aber wenn du einmal weißt, wie der Hase läuft, kann nicht mehr viel schief gehen.

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Kommentare

08. November 2011 · 17:49 Uhr
Jules202
finde ich auch!
26. September 2011 · 23:12 Uhr
nita01
Gute Tipps :-)
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