An der Uni Tutor werden

An der Uni Tutor werden Vor noch gar nicht allzu langer Zeit waren Tutorien eher eine Randerscheinung, mittlerweile kommt aber kaum noch ein Studiengang ohne aus. Grund dafür ist die verkürzte Studienzeit und immer voller werdende Seminare und Übungen. Viele Tutorien brauchen viele Tutoren. Die Zahl ist aber wiederum von den entsprechenden Mitteln abhängig, die der Hochschule pro Semester zur Verfügung stehen. Wir sagen euch, wie ihr Tutor werden könnt, was ihr beachten müsst und wie ihr euch darauf vorbereitet.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Uni Tutor werden zu können?

Zunächst einmal sollte man gewisse Voraussetzungen erfüllen, um ein Tutorium zu leiten. Denn wie sagt man so schön: Tutor werden ist nicht schwer – Tutor sein dagegen sehr.

Fachlich müsst ihr sehr gut im Thema stehen, da es ja darum geht, den Kommilitonen die Inhalte aus den Vorlesungen und Seminaren so näher zu bringen, dass diese sie verstehen und anwenden können. Außerdem sollte man auch immer auf Nachfragen reagieren können.

Daher sagt die Faustregel, dass man sich frühestens im 4. oder 5. Semester um ein Tutorium bemühen sollte. Zu dieser Zeit hat man lange genug studiert, um abschätzen zu können, wie gut man sich tatsächlich auskennt und wie es um die eigenen pädagogischen Fähigkeiten bestellt ist.

Übrigens müsst ihr um als Tutor tätig zu werden, fast überall auch an der jeweiligen Hochschule selbst als Student eingeschrieben sein. Welche Anforderung das Institut oder der Professor darüber hinaus stellt, ist unterschiedlich, aber gute Studienleistungen sollte man nachweisen können.

Vor allem müsst ihr auch eine Reihe von persönlichen Voraussetzungen erfüllen. Neben den fachlichen sind auch didaktische Kompetenzen wichtig, ihr müsst die Inhalte nicht nur kennen, sondern auch vermitteln können und dürft dabei nicht zu viel Vorwissen voraussetzen. Das kann man schulen. Eine gute Adresse dafür ist unsere kostenlose Tutorenschulung, der speziell für die Vorbereitung von Tutoren ins Leben gerufen wurde. In dem hier frei abrufbarem Online-Video werden folgende Inhalte vermittelt:

- Vorbereitung und Planung des Tutoriums, insbesondere des Inhalts, Aufbaus, Strukturierung, Zeitplanung, Einsatz von Lehrmitteln

- Durchführung des Tutoriums, insbesondere Lehrmethoden, Präsentationstechniken, Umgang mit problematischen Situation

- Nachbereitung, Evaluierung des Tutoriums

- Rechtliche und steuerliche Aspekte der Arbeit als Tutor

Ihr solltet zudem keine Scheu haben, vor anderen frei zu sprechen und eine gewisse Grundautorität mitbringen, damit die Studierenden euch respektieren und euren Ausführungen auch vertrauen.

Eine gewisse Gelassenheit und Selbstvertrauen gehören auch dazu. Kurz gesagt, es muss eine gewisse Gabe vorhanden sein, Wissen abwechslungsreich zu vermitteln. Schaut euch eure Dozenten an: wer macht es gut, wer macht es nicht so gut und bei wem könnt ihr euch ein paar Dinge abschauen. Ihr seid übrigens keine vollwertigen Dozenten und müsst nicht alles wissen. Es ist vollkommen normal, nicht jede Antwort auf eine Frage zu kennen. Wichtig ist nur, dass ihr damit locker umgeht und ggf. passende Nachschlagewerke empfehlen könnt.



Wie werde ich Uni Tutor?

Hier gibt es kein Patentrezept. Manchmal fällt einem Professor ein engagierter, fähiger Student auf und er fragt von selbst an, ob man nicht Lust hätte, ein Tutorium zu leiten. Der „normale“ Weg ist die Nachfrage im Institut. In der Regel werden diese Stellen (die übrigens wie studentische Hilfskräfte eingestellt werden) nicht offiziell ausgeschrieben. Das wird meist eher intern im Institut geregelt. Fragt bei Interesse einfach mal nach. So habt ihr auch schon für die Zukunft auf euch aufmerksam gemacht, falls aktuell kein Tutorium zu vergeben ist.

Vorteile, an der Hochschule Tutor zu werden

Das Tutorium bringt nicht nur „euren“ Studis, sondern auch euch eine ganze Menge. Ihr vertieft euer Wissen über die entsprechenden Themenkomplexe, ihr beweist Engagement an der Hochschule und könnt schon einmal ausprobieren, wie es ist, in der Lehre aktiv zu sein. Natürlich werdet ihr auch für eure Arbeit bezahlt. Im Lebenslauf macht sich eine derartige Tätigkeit zudem sehr gut und auch bei Bewerbungen um Stipendien kannst du mit deiner Tutorentätigkeit punkten.

Fazit: Wer ein Tutorium leiten will, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn im Grundsatz geht es darum, den Studierenden bei der Bewältigung des Stoffs zu helfen. Wenn man das nicht kann, bringt das am Ende beiden Seiten nichts. Wer es sich aber zutraut und ein gutes Tutorium leitet, der setzt nicht nur seinen Fuß in die Unitür, sondern verdient auch noch Geld und Respekt damit.

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