Studieren in den USA

Studieren in den USA Mit 320 Millionen Einwohnern, verteilt auf 9,5 Millionen km² Fläche, sind die 50 Staaten der United States Amerika das drittgrößte Land der Welt. Rund 500.000 junge Menschen zieht es jährlich zum Studieren in die Weltmetropolen der USA. 7.000 von ihnen kommen dabei aus Deutschland. Egal ob Auslandssemester oder Vollzeitstudium – ein Auslandsstudium im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ ist ein Abenteuer, was du nicht so schnell vergessen wirst.

Das Bildungssystem in den USA


Das Schulsystem in Amerika ist in drei Stufen gegliedert und unterscheidet sich von dem System, was wir in Deutschland kennen. In den USA besteht die Schulpflicht in der Regel bis zum 16. oder 18. Lebensjahr, anhängig vom jeweiligen Staat. Kinder unter fünf Jahren können eine „Preschool“, also eine Vorschule, besuchen.

Mit dem Alter von fünf bis sechs Jahren, kommen die Kinder dann in die sogenannte „Elementary School“, die Grundschule in Amerika. Die Grundschule umfasst sowohl ein Jahr Kindergarten, als auch die eigentliche Grundschule. Diese Schule besuchen die Kinder fünf Jahre lang bis zu einem Alter von etwa 11 Jahren.

Nach der Elementary School, besuchen die Schüler 3 Jahre lang die „Middle School“ (deutsch: Mittelschule) oder auch“ Junior High School“ genannt.

Im Anschluss an die 3 Jahre „Middle School“ gehen die Schüler auf eine „(Senior) High School“. Anders als in Deutschland gibt es hier keine Unterteilung in Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Unabhängig von Begabung oder Wissensstand, besuchen alle Schüler im Alter von 14 Jahren eine High School. Im Normalfall schließen die Schüler die High School mit einem Alter von 18 Jahren ab. In einigen Staaten ist es jedoch möglich, die Schule unter Einverständnis der Eltern bereits mit 16 zu beenden.

Mit dem Abschluss einer High School sind die Schüler dann berechtigt, eine amerikanische Hochschule zu besuchen.

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Studieren an einer amerikanischen Hochschule: Das Hochschulsystem in den USA


In den USA gibt es um die 4.000 Hochschulen mit weit gefächerten Studienangeboten. Man findet dort Universitäten, die mitunter zu den besten der Welt (Stichwort: Elitehochschulen) gehören. Rund 500.000 international Studierende, darunter allein 7.000 deutsche Studenten, zieht es jährlich in die Vereinigten Staaten.

In den USA ist ein Studium gesellschaftlich hoch angesehen. Deshalb entscheiden viele junge Leute in den USA, nach der High School eine Hochschule zu besuchen. Der Abschluss einer High School berechtigt die Schüler, sich an einer Hochschule zu bewerben. Um für ein Studium zugelassen zu werden, benötigst du also im Normalfall ein Abitur oder Fachabitur. Es gibt allerdings auch sogenannte „Community Colleges“, an denen du auch nur mit einer mittleren Reife und einer abgeschlossenen Berufsausbildung angenommen wirst. Diese Colleges zählen zu den Hochschulen mit den günstigsten Studiengebühren.

Wichtig bei den Community Colleges: Informiere dich vorher genau, ob das jeweilige College auch mit einer Hochschule verbunden ist, damit du einen zulässigen Bachelor Abschluss erhältst.

Ein amerikanisches Bachelorstudium dauert in der Regel 4 Jahre. Nach 2 Jahren schließt ein Student das Grundstudium ab, in dem Basiswissen vermittelt wird. Im dritten und vierten Studienjahr beginnt das Hauptstudium, auch „Major“ genannt. In den letzten zwei Jahren werden Fachkenntnisse übermittelt und Studenten spezialisieren sich auf bestimmte Fachrichtungen.

Die Hochschullandschaft ist vielfältig – auch außerhalb der Metropolen finden sich einige Hochschulen mit einem weit gefächerten Studienangebot. Wie in Deutschland auch, gibt es hier staatliche und private Hochschulen. Diese unterscheiden sich hauptsächlich im Preis.

Viele Universitäten in den USA sind auf der ganzen Welt bekannt und haben einen besonders hohen Stellenwert. Zu den bekanntesten amerikanischen Universitäten mit dem höchsten Ansehen gehören u. a.:

• Stanford University(California)
• Harvard University (Massachusetts)
• Columbia University (New York City)
• Yale University (Connecticut)
• Swarthmore College (Pennsylvania)
• Princeton University (New Jersey)
• Massachusetts Institute of Technology (Cambridge, Massachusetts)
• Pomana College (California)
• United States Military Academy (New York)
• Amherst College

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Voraussetzungen und Bewerbungskriterien für ein Studium in den USA


Neben den schulischen Voraussetzungen, also einem Abitur oder Fachabitur, ist ebenfalls ein Nachweis deiner Sprachkenntnisse erforderlich. Diesen Nachweis erbringst du am besten in Form eines offiziellen Sprachtests, dem TOEFEL- oder dem IELTS-Test. Manche Hochschulen bieten zwar auch eigene Tests an, aber mit einem der offiziell anerkannten Tests bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Welchen Test du am besten absolvieren solltest, und mit welchem Ergebnis du angenommen wirst, findest du meist auch auf der Website der jeweiligen Hochschule.

Brauche ich ein Visum in den USA?


Ja, du brauchst ein gültiges Visum, um in die USA einreisen und dort studieren zu können. Da die Bearbeitung des Visums einige Zeit in Anspruch nehmen kann, solltest du dich frühzeitig um dein Visum kümmern.

Je nachdem mit welchem Vorhaben du einreist, benötigst du ein unterschiedliches Visum. Studenten, die an einer Hochschule studieren möchten, benötigen das sog. F-1 Visum. Entscheidest du dich für eine Ausbildung an einer nicht akademischen Einrichtung, brauchst du das M-1 Visum. Beide Visa berechtigen dich zu einer Weiterbildung an bestimmten Institutionen. Du kannst dich beim “U.S. Department of Homeland Security: Study in the states“ darüber informieren, welches Visum du an welcher Hochschule benötigst.

Für die Beantragung benötigst du ein ausgefülltes Antragsformular, einen gültigen Reisepass, ein aktuelles Passfoto und je nach Aufenthalt bestimmte „Certificates of Eligibilitiy“. Das sind Zertifikate, die dich für einen Aufenthalt in den USA berechtigen. (z. B. ein abgeschlossener TOEFEL-Sprachtest). Außerdem benötigst du für ein Studium ein Zeugnis deiner Fachhochschulreife sowie einen Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel, um das Studium anzutreten.

TIPP: Willst du dir die USA hingegen erst einmal als Tourist ansehen und abklopfen, ob du hier überhaupt ein Auslandssemester absolvieren willst, benötigst du nicht unbedingt ein Visum, sondern kannst auch die ESTA-Genehmigung (ESTA = Electronic System for Travel Authorization – Elektronisches System zur Beantragung der Einreisebewilligung) nutzen, was die Einreise in die USA erheblich vereinfacht. Mit der Reiseerlaubnis kannst du als Tourist bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA reisen. Das Dokument ist 2 Jahre lang gültig, darf aber nur für eine Reise genutzt werden. Ganz wichtig: Mindestens 72 Stunden vor Abflug musst du die ESTA beantragen.

Was kostet mich ein Studium in den USA?


In den USA zu studieren, ist leider nicht günstig. Die Hochschulen finanzieren sich hauptsächlich durch die Studiengebühren, weswegen diese häufig sehr hoch ausfallen. Besonders an den Elitehochschulen wie Harvard, Princeton oder Yale sind Studiengebühren von bis zu 40.000 Dollar pro Jahr üblich.

Die Studiengebührend variieren jedoch sehr stark je nach Universität oder College. Wählt man eine kleinere, öffentliche Universität oder ein College, fallen die Gebühren meist etwas günstiger aus. Abhängig von der Hochschule, die man auswählt, bezahlst man in den USA zwischen 5.000 und 40.000 Dollar. Der Durchschnitt liegt jedoch zwischen 12.000 und 16.000 Dollar pro Jahr.

Hinzu kommen noch Lebenshaltungskosten wie Miete, Verpflegung oder Transport. Prinzipiell sind die Lebenshaltungskosten in etwa mit denen in Deutschland zu vergleichen. Allerdings variieren diese auch je nach Region und eigenem Bedarf.

Du solltest dich außerdem um eine Auslandskrankenversicherung kümmern, damit du im Krankheitsfall abgesichert bist.

Finanzierung eines Studiums in den USA


Lass dich von den hohen Kosten für ein Auslandsstudium nicht einschüchtern. Trotz der hohen Kosten, die mit einem Studium verbunden sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten dir dein Traumstudium zu finanzieren.

Auslands-BAföG


Viele nutzen für die Finanzierung ihres Auslandsstudiums in den USA das Auslands BAföG. Ähnlich wie beim normalen Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, erhält man hier monatlich eine gewisse Summe zur Finanzierung der Ausbildung oder des Studiums. Diese Hilfe musst du am Ende des Studiums nur teilweise zurückzahlen.

ERASMUS


Eine ebenfalls sehr beliebte Möglichkeit der Finanzierung ist das ERASMUS-Programm. ERASMUS unterstützt diejenigen, die planen ein Auslandsstudium oder ein Auslandssemester zu absolvieren. Wie auch beim BAföG erhältst du diese finanzielle Unterstützung, wenn du bestimmte Voraussetzungen erfüllst.

Stipendien


Ebenfalls möglich, ist die Finanzierung durch ein Stipendium. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert eine internationale akademische Ausbildung und hilft Studenten, die ein Auslandsstudium oder Auslandssemester anstreben, ein Stipendium zu finden.

Studienkredite


Viele Studenten in den USA nutzen Bildungskredite, um ihr Studium zu finanzieren. Auch du kannst dir durch einen deutschen Bildungskredit dein Studium in den vereinigten Staaten ermöglichen. Der Bildungskredit ist nicht an bestimmte Voraussetzungen geknüpft und jederzeit möglich. Nach Laufzeitende muss der volle Betrag allerdings, wie bei jedem anderen Kredit auch, zurückgezahlt werden.

Wohnen in den United States of America


Studentenwohnheime


Die wohl beliebteste Art für Studenten zu wohnen, sind die Studentenwohnheime. Die sogenannten Residence Halls oder Dormitories befinden sich in unmittelbarer Campusnähe und erfreuen sich deswegen einer besonders großen Beliebtheit. Oft haben Hochschulen ihre eigenen Studentenwohnheime. In manchen Bachelorstudiengängen ist es sogar vorgeschrieben, in einem solchen Wohnheim unterzukommen. Während eines Master-Studiums gibt es so eine Vorschrift kaum noch. Für ein Studentenwohnheim zahlt man im Durchschnitt 900 bis 1100 Dollar monatlich. Die Kosten hängen allerdings auch von der jeweiligen Hochschule ab.

Studentenwohnheime sind entweder gemischt oder nach Geschlechtern oder Fachrichtungen getrennt. Einige Hochschulen bieten auch sogenanne „Roommate Matching Forms“ an. Das sind Formulare, die helfen sollen anhand der Interessen oder der Persönlichkeit den passenden Zimmergenossen zu finden.

Bei den Studentenwohnheimen unterscheidet man zwischen den Hall-Style Zimmern und den Suite-Style Zimmern. Beide Formen sind meist Doppelzimmer für zwei Personen, manchmal gibt es sie aber auch als Zimmer für 3 bis 4 Personen.

Die Hall-Style Zimmer haben meist weder Küche noch Bad. Vom Zimmer aus gelangt man auf einen Flur, über den alle Zimmer miteinander verbunden sind. Der Suite-Style unterscheidet sich darin, dass verschiedene Zimmer immer mit einem größeren Gemeinschaftsraum verbunden sind.

Studien-Apartments


Inzwischen bieten immer mehr Hochschulen auch Apartments als Unterkünfte für mehrere Studenten an. Da die Studenten hier mehr Privatsphäre haben und weniger strenge Regeln herrschen, erfreut sich diese Wohnmöglichkeit einer hohen Beliebtheit. Sie befinden sich entweder in Campusnähe oder sogar direkt auf dem Hochschulgelände. Apartments sind oft mit einer Gemeinschaftsküche und –bad ausgestattet. Da die Nachfrage an solchen Apartments steigt, versuchen viele Hochschulen immer öfter, Studenten auch an private Anbieter von Apartments zu vermitteln.

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Nach dem Auslandsstudium in den USA – Was kannst du in Deutschland mit deinem Studium anfangen?


Innerhalb Europas gilt das European Credit Transfer System (ECTS), welches die Anerkennung von in Europa erworbenen Abschlüssen sichert. Da die USA nicht in Europa liegt, ist es hier etwas komplizierter. Welche Abschlüsse von welcher Hochschule anerkannt werden, wird individuell entschieden. Besonders bei „geschützten Berufen“, wie dem Rechtsanwalt oder Arzt, muss die Anerkennung umfangreich geprüft werden. Egal ob Auslandsstudium oder nur Auslandssemester - Du solltest dich unbedingt schon im Voraus bei den zuständigen Anerkennungsstellen in Deutschland informieren, ob deine Hochschule und dein Studium hier auch anerkannt werden.

Fazit:
Ein Studium in den USA bringt dir neue Erfahrungen und wird deine Englischkenntnisse schnell verbessern. Ein absolviertes Auslandsstudium zeugt von Selbstständigkeit und macht sich gut in jedem Lebenslauf. Wichtig ist, dass du früh genug anfängst zu planen, da die Bearbeitungen einige Zeit in Anspruch nehmen können.

Der Traum des Auslandsstudiums erfordert eine umfangreiche Planung und bringt einige Hürden mit sich. Sind diese Hürden aber erst einmal überwunden, kann die Zeit in den USA zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

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Bildquellen:
Titelbild: Vielen Dank an mpewny für das Bild (©mpewny/www.pixabay.de).
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