Auslandssemester in Schweden

Auslandssemester in Schweden

Die Hochschullandschaft in Schweden


In Schweden kannst du an rund 50 Universitäten (Universiteter) und Hochschulen (Högskolor) studieren. Daneben gibt es Fachhochschulen (Fackhögskolor), die sich auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert haben und deswegen nicht mit unseren Fachhochschulen zu vergleichen sind. Die größte Uni ist die Universität Stockholm.

Studieren in Schweden ist auch bei uns angesagt. An der Stockholmer Universität stellen die Deutschen die größte Ausländergruppe! Eigentlich kein Wunder: Denn die schwedischen Hochschulen sind insgesamt sehr international aufgestellt. Allein im Bereich der Masterstudiengänge kannst du unter rund 600 englisch-sprachigen Studiengängen wählen.

Die meisten Studiengänge sind zulassungsbeschränkt. In der Regel musst du noch ein Auswahlverfahren mit spezifischen Auswahlkriterien durchlaufen. Um zum Beispiel einen englischsprachigen Master in Schweden zu absolvieren, musst du selbstredend gute Englischkenntnisse nachweisen. Deswegen wird in der Regel ein Sprachzertifikat, zum Beispiel in Form des Cambridge Certificate oder TOEFL-Tests, gefordert. Von Erasmus Studenten werden normalerweise keine besonderen Sprachkenntnisse verlangt.

Das Studium in Schweden ist persönlicher ausgestaltet als in Deutschland. Oft ersetzen kleine Seminare oder praxisnahe Gruppenarbeiten die bei uns bekannten Massenvorlesungen. Außerdem gehört ein reger Austausch mit dem Dozenten zum Studienalltag in Schweden. Wie beim Studium in Holland werden die schwedischen Professoren geduzt.

In Schweden studieren! Aber wie?


Viele Wege führen zum Studium an einer Hochschule in Schweden. Der Klassiker ist die Teilnahme an einem Austauschprogramm (Stichwort: Erasmus) im Zuge eines Auslandssemesters. Praktisch ist hierbei, dass dir die Organisation des Studienaufenthaltes fast komplett abgenommen wird und du dich nicht um nervige Formalitäten kümmern musst.

Viele zieht es darüber hinaus zum kompletten Masterstudium nach Schweden. Als sogenannter „Free Mover“ bewirbst du dich direkt an einer schwedischen Universität und musst deinen Auslandsaufenthalt eigenständig organisieren. Das ist ganz schön anstrengend! Deswegen solltest du das Studentenwerk (studentkår) der jeweiligen Uni aufsuchen –das hilft dir bei deinen Fragen rund ums Studium.

Auch wenn du deinen Master schon in der Tasche hast, ist ein Auslandsaufenthalt in Schweden nicht ausgeschlossen. Du kannst dich nämlich mit deutschem Hochschulabschluss an einer Hochschule in Schweden um eine Doktorandenstelle bewerben. Die Forschungsgruppen sind wie die gesamte schwedische Hochschullandschaft international geprägt und in der Regel englischsprachig.

Achtung: Die Anmeldefristen für die unterschiedlichen Studienprogramme sind im Gegensatz zu den Fristen in Deutschland sehr früh. Für das Herbstsemester musst du dich bereits bis zum 15.April bewerben und für das Frühjahrsemester endet die Frist in der Regel am 15.Oktober. Ausnahmen von der Regel gibt es immer. Deswegen musst du dich rechtzeitig beim „International Office“ deiner schwedischen Uni erkundigen, welche genauen Termine du zu beachten hast.

God dag! Schwedisch lernen ist kein Muss, aber hilfreich


Auch im außeruniversitären Kontext kannst du in Schweden gut ohne Schwedischkenntnisse überleben. Denn fast jeder Schwede spricht fließend Englisch – egal, ob du ein Monatsticket für die Bahn kaufst oder Käse an der Theke im Supermarkt.

Trotzdem lohnt es sich immer, wenigstens ein paar Brocken der Landessprache zu beherrschen. Es ist höflicher und zeigt, dass du wenigstens versuchst, dich in die schwedische Kultur zu integrieren. Ein einfaches „Tack!“ (Danke) im Supermarkt reicht für den Anfang schon. Übrigens: Viele schwedische Wörter ähneln dem Deutschen und Englischen. Schwedisch zu lernen ist also nicht allzu schwer für uns.

Welche Kosten erwarten mich bei einem Studium in Schweden?


Zuerst die gute Nachricht: In Schweden gibt es keine Studiengebühren. Jedenfalls nicht für uns als EU-Bürger. Allerdings ist in Schweden die Mitgliedschaft in einer Studentenvereinigung (Nation) verpflichtend. Die Gebühren der Mitgliedschaft liegen zwischen 5,40€ und 38€ pro Semester. Die Studentenschaft bietet zahlreiche Vergünstigungen und Versicherungsschutz. Außerdem unterstützt sie dich bei der Wohnungssuche und bei der Organisation des Studiums. Das Geld ist also gut investiert!

Die schlechte Nachricht: Die Lebenshaltungskosten in Schweden sind wie in allen skandinavischen Ländern enorm hoch. Für die Miete musst du im Durchschnitt rund 300€ auf den Tisch legen – also so ähnlich wie bei uns. Die allgemeinen Kosten und die Preise für Lebensmittel sind aber deutlich höher. Etwa 700-900€ solltest du monatlich einplanen, wenn du in Schweden studieren möchtest.

Wie finanziere ich mein Studium in Schweden?


Um die Kosten eines Auslandsstudiums in Schweden zu stemmen, stehen dir zum Glück einige Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Du kannst zum Beispiel Auslands Bafög beantragen. Dies bekommst du nämlich nicht nur, wenn du Erasmus machst. Mittlerweile wirst du auch gefördert, wenn du dein gesamtes Studium im EU-Ausland absolvierst.

Weiterhin lohnt es sich, beim Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) nach Stipendien zu suchen. Der DAAD vergibt in Deutschland die meisten Stipendien für Auslandsstudien. Allerdings sind die Fördermittel auch sehr begehrt. In begrenztem Umfang vergibt auch das Svenska Institutet (IS) Stipendien an ausländische Studenten.

Ein Studium auf Pump ist praktisch immer möglich. Das gilt auch, wenn du in Schweden studierst. Du kannst dafür einen deutschen Studienkredit beantragen.

Webtipp: Viele hilfreiche Infos rund um das Thema Studieren in Schweden bekommst du auf studying-in-sweden.com. Neben Hinweisen zum Bewerbungsverfahren erfährst du hier auch eine Menge über das schwedische Bildungssystem und Land und Leute.

Fazit: In Schweden studieren – das kannst du durchaus in Erwägung ziehen! Das Bildungssystem ist modern und international aufgestellt und noch dazu kostenlos. Die Sprachbarriere ist recht niedrig, da fast überall Englisch gesprochen wird. Gerade nach dem Bachelor bietet sich aufgrund des großen Studienangebots ein Masterstudium im hohen Norden an. In den Semesterferien kannst du die Zeit nutzen, um Schwedens Landschaft zu erkundigen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Trip nach Lappland?

Bildquelle: Vielen Dank an aidigital für das Bild (© aidigital/www.pixabay.de).

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